Dienstag, 22. Mai 2012
Mein Kirchentag

Login

Dresdner Kirchentag wird ganz besonders fahrradfreundlich

Kirchentagsräder im Angebot

Dresden, 27. April 2011 - Der Dresdner Kirchentag wird ganz besonders fahrradfreundlich. Gemeinsam mit mehreren Partnern will das Organisationsteam das Großereignis als vorbildhaftes Mobilitätsprojekt gestalten. Bereits der Kirchentag 2009 in Bremen wurde mit dem Deutschen Fahrradpreis "best for bike" geehrt. Neben der Nutzung von Leihfahrrädern besteht auch die Möglichkeit, ein Rad zu kaufen, denn ein Dresdner Händler bietet das „Kirchentagsfahrrad“ zum Sonderpreis an.

Der Verkauf von Markenrädern ist das Metier von Lutz Müller-Hildebrand, Eigentümer von Müller's Fahrradladen. Der Fahrradhändler bietet zum Kirchentag eine Sonderedition eines Markenrades von Rabeneick zum Vorzugspreis. „Dank der großen Auflage von 500 Rädern sind wir in der Lage, das Markenrad 150 Euro günstiger anzubieten. Abstriche gibt es nur beim Preis – Ausstattung und Service sind die des guten Fachhandels.“

Der Kirchentag kooperiert sehr eng mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), der sowohl durch Ludger Koopmann, den stellvertretener Bundesvorsitzenden als auch durch die Dresdner Ortsgruppe beratend in die gesamte Planung involviert war.

Den Kirchentagsbesucherinnen werden Leihfahrräder in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Mehr als 2000 gebrauchte Fahrräder wurden dem Kirchentag gespendet und in den Werkstätten von Arbeit & Lernen, der Lebenshilfe Dresden, von Gut Gamig, der Diakonie Auerbach und der Produktionsschule Moritzburg wieder verkehrstauglich hergerichtet. Bernhard Behnke, Geschäftsführer von Arbeit & Lernen e.V., ist begeistert von der Aktion und ihrer Resonanz in der Bevölkerung: „Das Projekt hat zahlreichen jungen Menschen und Menschen mit Behinderung bei der Ausbildung geholfen und eine sinnvolle Arbeit verschafft.“ Die Werkstätten haben bereits 1000 Räder in der Bearbeitung, ca. 100 müssen noch bei Spendern abgeholt werden.

Die aufbereiteten Fahrräder, so Kirchentagsgeschäftsführer Volker Knöll, kämen nach dem Kirchentag überwiegend nicht in den Handel. „Die Masse der Räder wird sozialen Einrichtungen überlassen oder geht in Entwicklungsprojekte in Afrika.“

Neben dem Verkauf und der Verleihe von Fahrräder gehören die Routenplanung, die Einrichtung von Fahrradparkplätzen, ein Reparaturservice, die Ausleihe von Pedelecs (Elektrofahrräder) am Hauptbahnhof sowie eine Fahrradpilgerreise von Wittenberg über den Elbradweg nach Dresden zum Projekt „Fahrradfreundlicher Kirchentag“ .

Esther Lewek hat als Projekt-Verantwortliche beim Kirchentag die Fäden in der Hand. „Als umweltfreundliche und EMAS (Eco-Management and Audit System) zertifizierte Großveranstaltung sind wir in unserem Handeln der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. In der Stadt ist der Verkehrsträger Fahrrad nicht zu schlagen. Es ist nicht nur sauber, sondern auch schnell und gesundheitsfördernd.“

Geschäftsführer Knöll und Projektleiterin Lewek bedankten sich bei den zahlreichen Kooperationspartnern für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Ämter der Stadt Dresden hätten sich mit vollem Engagement eingebracht. Bürgerinnen und Bürger hätten unterstützt, die Stadtreinigung half bei der Abholung der Räder. Die Berichterstattung der Medien habe sehr geholfen. Und auch Diamant, der Chemnitzer Fahrradhersteller, unterstütze durch eine großzügige Spende mit Ersatzteilen den Fahrradfreundlichen Kirchentag. Ein Dutzend engagierte Partner, so Kirchentagsgeschäftsführer Knöll, mache das Projekt „zu einem umweltfreundlichen Gesamtkunstwerk. Es gibt keine andere Großveranstaltung, die gleichermaßen auf die Fortbewegung mit dem Fahrrad setzt wie der Kirchentag. “

Die genaue Beschreibung der Fahrräder aus der Kirchentagsedition von Rabeneick gibt es hier.

Eine Zusammenstellung aller Maßnahmen „Fahrradfreundlicher Kirchentag“ haben wir im Internet für Sie bereit gestellt: www.kirchentag.de/fahrrad