Montag, 21. Mai 2012
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Teilnahme für alle ermöglichen - Kirchentag Barrierefrei

Einsatzgebiet vieler Helferinnen und Helfer

Dresden, 25. Mai 2011 - Der Evangelische Kirchentag will in Dresden neue Maßstäbe beim Zugang für Menschen mit Behinderung setzen. Nach sorgfältiger Vorbereitung und dank der Unterstützung durch die Aktion Mensch sowie des Einsatzes von vielen hundert Helferinnen und Helfern werden mehr Maßnahmen denn je den Kirchentag barrierefrei gestalten. Wichtige Projektbeteiligte sind die Johanniter, die beim Kirchentag für die Mobilität von Menschen mit Behinderung sorgen.

Janthe Schröder, Mitarbeiterin Kirchentag Barrierefrei der Geschäftsstelle, erläuterte heute gegenüber der Presse in Dresden die wesentlichen Elemente in den Bereichen Mobilität und Kommunikation. "Wir werden Menschen mit Behinderung schon bei der Ankunft freundlich in Empfang nehmen und während des Kirchentages für ihre Anliegen immer ein offenes Ohr haben. Gastlicher Mittelpunkt ist das Zentrum Kirchentag Barrierefrei in der ehemaligen Rinderhalle." Das Angebot reiche von Veranstaltungen in leichter Sprache über Schrift- und Gebärdendolmetscher, Induktionsanlagen und Fahrdienste bis hin zu einem Reparaturdienst für Rollstühle.

Mit einem Großaufgebot wird die Johanniter-Unfallhilfe e.V. auf dem Kirchentag im Einsatz sein. Die Johanniter stellen ca. 1000 ehrenamtliche Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet, 300 davon kommen aus Sachsen. Von dieser Helferschar werden rund 250 Personen im Fahrdienst für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen tätig sein, 70 Spezial-Fahrzeuge stehen ihnen dafür zur Verfügung. Außerdem engagieren sich hundert Jugendliche in Begleitdiensten.

Für Sven Marschel, Vorstand des Regionalverbandes Dresden der Johanniter und Leiter der Johanniter-Projektgruppe Kirchentag, ist der Kirchentag eine Herausforderung von "besonderen Dimensionen". "Allein zur Vorbereitung hat das Organisationsteam 25 000 Arbeitsstunden aufgewendet, 40 000 Arbeitsstunden werden die Helfer leisten. Wir stellen nicht nur Ärzte und Sanitäter, sondern werden auch dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung im Veranstaltungsgebiet und bei der täglichen An- und Abreise mobil sind."

Die Planung des Projekts Kirchentag Barrierefrei lag in den Händen einer ehrenamtlichen Projektleitung, in der auch die Behindertenbeauftragte der Stadt Dresden, Sylvia Müller und Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung mitgearbeitet haben.

Finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 215 000 Euro kommt von der Aktion Mensch, die zum dritten Mal den Kirchentag unterstützt. Die Förderorganisation wird in diesem Jahr selbst im Zentrum Kirchentag Barrierefrei aktiv und wirbt mit Kunst und Musik für Teilhabe und Inklusion. "Mit solcher Hilfe und großem ehrenamtlichen Engagement sind wir in der Lage, den Begriff Inklusion auf dem Kirchentag erlebbar zu machen", meint Kirchentagsgeschäftsführer Volker Knöll.

Detaillierte Infos zum Projekt finden Sie unter kirchentag.de/barrierefrei.