180 000 mal Frühstück, bitte!
"Schul-Hotels" werden rechtzeitig fertig zum Einchecken
Die 45 000 Übernachtungsplätze in den Gemeinschaftsquartieren des Kirchentages werden den Besucherinnen und Besuchern des Kirchentages planmäßig zur Verfügung stehen. Durch das Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und die gute Zusammenarbeit mit den Behörden ist die Nutzung von 264 Schulen im Quartierbereich des Kirchentages als Schlaflager gesichert.
Ralf Zschorn hat in den letzten Wochen hart gearbeitet. Als verantwortlicher Mitarbeiter für die Gemeinschaftsquartiere beim Kirchentag ist er der Ansprechpartner der Schulträger, Schulleiter und der Quartiermeister der Gemeinden und Vereine. Wenn 45 000 Menschen für vier Tage in 264 Schulen übernachten und frühstücken wollen, gibt es eine Menge zu klären. Eine Schar von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern braucht detaillierte Informationen über Technik und Abläufe. Mit den Hausmeistern hält Zschorn ebenso Kontakt wie mit den Landkreisen und Kommunen.
Die Helferinnen werden 180 000 mal Frühstück bereit stellen. Wo können die zahlreichen Kaffeemaschinen angeschlossen werden? Wie wird die An- und Abreise organisiert? Wer wacht über die Einhaltung der Hausordnung?
Zschorn hat jeden Tag Dutzende Fragen beantwortet und verschiedene Herausforderungen gelöst. Jetzt ist sicher: "Einer Belegung steht nichts mehr im Wege. Im Großen und Ganzen steht die Organisation." Arbeitslos ist er damit nicht. Nächste Woche beginnt die Zuteilung der Gäste auf die Quartiere. Dann ist Ralf Zschorn dafür verantwortlich, dass Kirchentagsgäste rechtzeitig vor dem 1.Juni erfahren, wo sie übernachten und wie sie in "ihre" Schule kommen.
"So eine Aktion ist nur in Kooperation machbar", sagt Thomas Kieckbusch, Abteilungsleiter Unterkunft im Teilnehmerservice. "Bei der Organisation der Gemeinschaftsquartiere müssen Ehrenamtliche und Hauptamtliche - vom Hausmeister über die Feuerwehr bis hin zur Bürgermeisterin - eng zusammenarbeiten. Das hat nicht immer reibungslos, aber bisher erfolgreich funktioniert." Einige Verwaltungen, meinen die Kirchentagsmitarbeiter, leisteten Vorbildliches. So habe das Schulverwaltungsamt Dresden in Person von Matthias Herrlich nicht nur bei der Planung, sondern auch in puncto Professionalität und Freundlichkeit Standards gesetzt. Zschorn: "Die Vorbereitung eines Kirchentages ist Stress, aber auch reich an neuen und guten Erfahrungen."


