Dienstag, 22. Mai 2012
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Pfarrerinnen und Pfarrer für mehr Betten

Bereits 5796 Privatquartiere für den Kirchentag gefunden

Zu dem bunten Treiben in der Dresdner Neustadt gesellten sich heute auf dem Martin-Luther-Platz auch die Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenbezirk Dresden Nord. Im Talar gekleidet und mit Spruchschildern gewappnet, auf denen z. B. "Werden Sie Gastgeber" oder "Wir suchen Betten" zu lesen war, wiesen sie auf die noch fehlenden 4200 Privatquartiere für den Kirchentag hin. Die vorbeikommenden Passanten staunten über den ungewohnten Anblick.

"Wir freuen uns sehr über die große Gastfreundschaft in Dresden und Umgebung. Nach wie vor werden jedoch kostenlose Unterkünfte gebraucht. Wir möchten die Menschen in der Region bitten, ihre Herzen zu öffnen und einen Kirchentagsgast aufzunehmen", sagte Albrecht Nollau, Superintendent des Kirchenbezirkes Dresden Nord. Im gesamten Quartierbereich des Kirchentages unterstützen Privatquartier-Teams aus Ehrenamtlichen der Kirchgemeinden die Bettensuche.

Wer Platz für Gäste hat, kann sich über ein Online-Formular unter kirchentag.de sowie montags bis donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr unter der "Schlummernummer" 0351 79585-200 melden. Im Karstadt Dresden können Privatquartier-Meldekarten in der Bettwarenabteilung im 3. Obergeschoss ausgefüllt und direkt abgegeben werden.

Der Kirchentag vermittelt Privatquartiere an Kirchentagsbesucher, die nicht mehr mit Schlafsack und Isomatte in einem Gemeinschaftsquartier übernachten können oder möchten. Dies sind zumeist Menschen über 35 Jahren, Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderung. Die Gäste kommen größtenteils aus Deutschland, aber auch aus der ganzen Welt. Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer - ein Schlafsofa oder eine Liege im Wohnzimmer reichen völlig aus.