Dienstag, 22. Mai 2012
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Zeichen gegen ökumenischen Pessimismus

Fulda, 19. Oktober 2009 - Zum Gespräch zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland am 14. Oktober in Karlsruhe erklärt der evangelische Präsident des 2. Ökumenischen Kirchentages, Eckhard Nagel, Mitglied im Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentages: "Die drei zentralen Tugenden des Christentums heißen: Glaube - Liebe - Hoffnung. Im Wandel der Zeiten sind diese christlichen Erkennungsmerkmale konstant geblieben. Sie werden auch in Zukunft Stütze und Leitbild sein, denn sie machen deutlich, wofür die Kirchen aller Christinnen und Christen stehen.

Dass eine Grundstimmung der Gemeinsamkeit gegeben ist und im Dialog der Kirchen ein tragfähiges Fundament bildet, zeigt das offene und konstruktive Gespräch, das Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland am 14. Oktober 2009 in Karlsruhe geführt haben. Die christliche Geschwisterlichkeit und die gemeinsamen Grundüberzeugungen der Kirchen sollten das Bild nach außen - aber auch nach innen - stärker bestimmen als die Kluft, die durch unterschiedliche Äußerungen von beiden Seiten immer wieder sichtbar wird.

Es ist höchste Zeit, sich auf das Verbindende der Konfessionen zu besinnen. Nur ehrlich gewachsenes Vertrauen kann durch plötzliche Verunsicherung keinen Schaden nehmen. Uns eint die Hoffnung - ein festes Vertrauen in die Zukunft, dessen Triebfedern der gemeinsame Glaube und die Liebe sind. Davon sind die Verantwortlichen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag überzeugt und haben deshalb gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken das Leitwort des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) gewählt: "Damit Ihr Hoffnung habt!"

Die Mitteilung der Kirchenrepräsentanten über das Gespräch in Karlsruhe verdeutlicht den Willen zur Ökumene. Sie lässt sich als eine Wegmarke auf dem Weg zum 2. ÖKT 2010 in München lesen. Zugleich hat das Gespräch unterstrichen, wie wichtig ein unverkennbares Zeichen gegen allen ökumenischen Pessimismus ist. Der ÖKT will mit Gemeinsamkeit ernst machen! Er wird Gelegenheit dazu bieten, weitere Schritte aufeinanderzu zu gehen - und das in aller Bewusstheit dessen, was hinter uns liegt. Der von den Laienorganisationen veranstaltete ÖKT ist der Ort, um dem Willen zu erweiterter Gemeinschaft Taten folgen zu lassen."