Betten-Memory beim Kirchentag
Bischof Bohl: "Wir möchten keinen Gast abweisen"
Dresden, 14. April 2011 - Das Privatquartier-Team des Kirchentages wird ab heute handgreiflich: Die Zuordnung der Kirchentagsgäste auf die Gastgebenden in Dresden und Umgebung erfolgt ohne Computer und wird individuell von Hand erledigt. Das dreiköpfige Team wird, drei bis vier Wochen brauchen, um 8000 Blätter, das sind 2,4 Kilometer Endlospapier, zu verarbeiten. Parallel werden weiterhin Gastgeber gesucht, um die 4097 Gäste, die noch kein Quartier haben, unterzubringen.
Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle desKirchentages ließ sich Landesbischof Jochen Bohl die Arbeit des Bettenbuchens erläutern. Um die Wünsche und Bedürfnisse von Gastgebern und Gästen in Übereinstimmung zu bringen, werden behinderten gerechte Wohnungen ebenso erfasst wie allergische Krankheiten oder die Sprachkenntnisse.
Der Landesbischof zeigte sich zuversichtlich, dass man das angestrebte Ziel von 12 000 Privatquartieren noch erreiche. "Wir möchten keinen Gast abweisen. Ich hoffe darauf, dass die Sachsen auf den erfreulichen Ansturm auf den Kirchentag die richtige Reaktion zeigen und weiter so fleissig wie bisher Betten zur Verfügung stellen." Bohl dankte allen Gastgebern und den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Gemeinden, die sich um die Privat- und Gemeinschaftsquartiere kümmern.
Wer Platz für Gäste hat, kann sich über ein Online-Formular unter kirchentag.de sowie montags bis donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr unter der "Schlummernummer" 0351/79585-200 melden. Im Karstadt Dresden können Privatquartier-Meldekarten in der Bettwarenabteilung im 3. Obergeschoss ausgefüllt und direkt abgegeben werden.
Der Kirchentag vermittelt Privatquartiere an Kirchentagsbesucher, die nicht mehr mit Schlafsack und Isomatte in einem Gemeinschaftsquartier übernachten können oder möchten. Dies sind Menschen über 35 Jahre, Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderung. Die Gäste kommen größtenteils aus Deutschland, aber auch aus der ganzen Welt. Wer einen Kirchentagsgast aufnehmen möchte, braucht kein Gästezimmer - ein Schlafsofa oder eine Liege im Wohnzimmer reichen völlig aus.


