Donnerstag, 9. Februar 2012
Mein Kirchentag

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Aussagen zum Thementableau

Dr. Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des deutschen Evangelischen Kirchentages

Dresden, vom 1. bis 5. Juni 2011, das sind fünf Tage in einer einzigartigen Kulturstadt. Wir freuen uns auf die Stadt, die voller Geschichte ist und doch ein junges Gesicht hat. Nirgends steht geschrieben, dass Kirchentage ein großes Messegelände brauchen. In Bremen haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Kirchentag die Stadt füllen kann, protestantische Lebensfreude überall verbreitet, wenn er kurze Fußwege mit intensivem Programm an ungewöhnlichen Orten bietet. Daran wollen wir in Dresden anknüpfen. Elbwiesen, Altstadt, Neustadt, Canaletto-Blick und Frauenkirche  wollen wir mit einer dichten, spirituellen Kirchentags-Atmosphäre verbinden.

Kirchentag ist mehr als ein Volksfest, aber das ist er auch: Ein Fest fürs Volk. Beim Abend der Begegnung am 1. Juni ganz besonders. Ein Ereignis für alle Menschen, unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Prägung. Gerade in Dresden mit seinen 20% Kirchenmitgliedern kommt es darauf an, die Schätze des Christseins zu zeigen und Skeptiker dort abzuholen, wo sie sind – bei den sozialen Sorgen in der Stadt, bei den schwierigen kommunalen Zukunftsthemen.

Der Kirchentag wird eine nachhaltige Wirkung in der Stadt Dresden hinterlassen – mehr Dialog, mehr Miteinander in der Stadt, mutige Lösungen für die schwierigen Zukunftsthemen, mehr Bewegung, mehr Begegnung und viele neue Besucher aus dem In- und Ausland, die Dresden in ihr Herz schließen. Christinnen und Christen lenken fünf Tage die Aufmerksamkeit auf die Stadt im Osten der Republik und zeigen sich als fröhliche Gemeinschaft, zu der man gern dazugehören möchte.

Der Kirchentag wird Dresden gut tun. Und Dresden wird dem Kirchentag gut tun. In eine solche Stadt Menschen zu locken, macht Freude!  Dresden plus Kirchentag – das ist wie ein Endspiel Deutschland gegen Brasilien bei der Fußball-WM!

Dresden – das ist meine Prognose - wird durch die dichte spirituelle Atmosphäre, wie sie nur ein Kirchentag herstellen kann, gewinnen. Den Mangel an Christinnen und Christen werden wir abstellen: Fünf Tage lang und wenn wir es richtig machen auch darüber hinaus. Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden – das ist eine große Chance für uns Christinnen und Christen hier im Osten der Republik.

 

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