Montag, 21. Mai 2012
Mein Kirchentag

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Die Biblischen Texte

Kirchentagsübersetzungen

Eröffnungsgottesdienst und Bibelarbeiten am Samstag
Mt 6,19—34

19 Häuft nicht auf der Erde Schätze für euch an, wo Motten und Rost sie vernichten, wo eingebrochen und gestohlen wird.

20 Häuft vielmehr im Himmel Schätze für euch an, wo weder Motten noch Rost sie vernichten, wo weder eingebrochen noch gestohlen wird.

21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

22 Die Leuchte des Körpers ist das Auge. Wenn nun dein Auge klar und aufrichtig ist,
wird dein ganzer Körper von Licht erfüllt sein.

23 Aber wenn dein Auge missgünstig ist, wird dein ganzer Körper von Finsternis erfüllt sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß ist die Finsternis!

24 Niemand kann zwei Mächten dienen. Ein Mensch wird immer die eine vernachlässigen und die andere lieben, oder an der einen hängen und die andere gering achten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geld.

25 Deswegen sage ich euch: sorgt euch nicht ängstlich um euer Leben, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, auch nicht um euren Körper, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben vielmehr als das Essen, der Körper viel mehr als Kleidung?

26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen – und Gott, Vater und Mutter für euch im Himmel, ernährt sie. Sollte es bei euch so viel anders sein?

27 Könnt ihr euren Lebensweg auch nur um eine kurze Strecke verlängern, wenn ihr euch Sorgen macht?

28 Und was sorgt ihr euch um Kleidung? Betrachtet die Blumen auf den Feldern, wie sie sich entfalten. Sie mühen sich nicht ab und sie spinnen nicht.

29 Und ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Pracht war schöner gekleidet als eine dieser Feldblumen.

30 Wenn aber Gott selbst die Gräser auf dem Feld so kleidet, die heute da sind und morgen in den Ofen geworfen werden – warum fehlt euch dann das Vertrauen, dass Gott umso mehr für eure Kleidung sorgt?

31 So hört nun auf, euch zu sorgen und ängstlich zu fragen: Was haben wir zu essen? Oder: Was haben wir zu trinken? Oder: Was haben wir anzuziehen?

32 Auf all dies richten die Menschen der Völker ihren Sinn. Gott, Vater und Mutter für euch im Himmel, weiß ja, dass ihr dies alles braucht.

33 Sucht zuerst die gerechte Welt Gottes, und dies alles wird euch geschenkt.

34 Also, sorgt euch nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Es reicht, wenn jeder Tag seine eigene Belastung hat.

Schlussgottesdienst
Mt 6,9—13:

9 So also betet:

Du Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel.

10 Dein heiliger Name werde wirksam.

Deine gerechte Welt komme.

Dein heilvoller Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf der Erde.

11 Das Brot, das wir brauchen, gib uns heute.

12 Erlass uns unsere Schulden,

wie wir sie denen erlassen,

die uns etwas schulden.

13 Führe uns nicht zum Verrat an dir

sondern löse uns aus dem Bösen.

Feierabendmahl
Rut 1,1—22

1 In den Tagen, in denen die Richterinnen und Richter richteten, war eine Hungersnot im Land. Da ging ein Mann aus ‚Brothausen’, Bethlehem, in Juda los, um als Fremder auf den Feldern Moabs zu siedeln – er selbst, seine Frau und seine zwei Söhne.

2 Der Mann hieß ‚Mein Gott ist König’, Elimelech; seine Frau hieß ‚Liebliche’, Noomi; seine beiden Söhne hießen ‚der Schwächliche’, Machlon, und ‚der Gebrechliche’, Kiljon – Angehörige des Stammes Ephraim, aus Bethlehem in Juda. Sie kamen zu den Feldern Moabs und lebten dort.

3 Noomis Mann Elimelech starb. Und sie blieb übrig, sie und ihre zwei Söhne.

4 Diese nahmen sich moabitische Frauen. Die eine hieß ‚die den Rücken zukehrt’, Orpa, die zweite ‚Freundin’, Rut. Ungefähr zehn Jahre lang wohnten sie dort.

5 Auch die zwei starben, Machlon und Kiljon. Und sie blieb übrig, die Frau, ohne ihre zwei Kinder und ohne ihren Mann.

6 Da stand sie auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und sie kehrte zurück von den Feldern Moabs. Denn sie hatte auf den Feldern Moabs gehört: Ja, Adonaj ist seinem Volk nachgegangen, um ihnen Brot zu geben.

7 Sie zog aus von dem Ort, an dem sie gelebt hatte, ihre zwei Schwiegertöchter mit ihr, und sie machten sich auf den Weg, um in das Land Juda zurückzukehren.

8 Da sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: „Geht doch, kehrt doch um, jede in das Haus ihrer Mutter. Adonaj halte zu euch, wie ihr zu den Toten und zu mir gehalten habt.

9 Adonaj gebe euch, dass ihr zur Ruhe kommt, jede Frau im Haus ihres Mannes!“ Und sie küsste sie. Sie aber erhoben ihre Stimmen, weinten

10 und sagten zu ihr: „Nein, mit dir werden wir umkehren, zu deinem Volk!“

11 Noomi aber sagte: „Kehrt doch um, meine Töchter! Wozu wollt ihr denn mit mir gehen? Habe ich etwa noch Söhne in meinem Schoß, dass sie euch zu Männern werden könnten?

12 Kehrt doch zurück, meine Töchter, geht! Ich bin zu alt, um mit einem Mann zusammen zu sein. Ja, ich könnte sagen: Es gibt noch Hoffnung für mich – wäre ich noch heute Nacht mit einem Mann zusammen und würde noch Söhne
gebären -

13 wollt ihr deshalb warten, bis sie groß geworden sind? Wollt ihr deshalb euch verschließen, mit keinem Mann zusammen sein? Auf keinen Fall, meine Töchter. Ja, bitter ist es für mich, zu bitter für euch – denn ausgegangen gegen mich ist die Hand Adonajs.“

14 Da erhoben sie ihre Stimmen und weinten erneut. Orpa küsste ihre Schwiegermutter, doch Rut klammerte sich an sie.

15 „Schau, deine Schwägerin kehrt um, zurück zu ihrem Volk und zu ihrer Gottheit“, sagte sie. „Kehr um, deiner Schwägerin hinterher!“

16 „Dring nicht in mich, dich zu verlassen, umzukehren, weg von dir!“, sagte Rut. „Ja, wo auch immer du hingehst, werde auch ich hingehen. Wo auch immer du übernachtest, werde ich übernachten; dein Volk ist mein Volk und deine Gottheit ist meine Gottheit.

17 Wo auch immer du stirbst, werde ich sterben und dort auch begraben sein. Ich schwöre bei Adonaj: Der Tod allein wird mich und dich trennen!“

18 Sie sah, dass jene darauf bestand, mit ihr zu gehen. Da hörte sie auf, auf sie einzureden.

19 So gingen die zwei, bis sie nach Bethlehem kamen. Und als sie nach Bethlehem kamen, war die ganze Stadt ihretwegen in Aufregung. Die Frauen sagten: „Ist das Noomi?“

20 „Nennt mich nicht ‚Liebliche’, Noomi, nennt mich ‚die Bittere’, Mara“, sagte sie zu ihnen. „Ja, verbittert, sehr sogar, hat mich ‚die nährende und zerstörende Gottheit’, Schaddaj.

21 Erfüllt bin ich fortgegangen und leer hat Adonaj mich zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich Noomi? Adonaj hat gegen mich ausgesagt, Schaddaj hat mir Böses angetan.“

22 So kehrte Noomi zurück und mit ihr Ruth, die Moabiterin, ihre Schwiegertochter, die von den Feldern Moabs umgekehrt war. Die beiden kamen zur Zeit der Gerstenernte in Bethlehem an.

Bibelarbeiten am Donnerstag
Mt 5,1—12

1 Als Jesus die Menschenmengen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jüngerinnen und Jünger kamen zu ihm.

2 Er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

3 Glückselig sind die bis ins Innerste Armen, denn ihnen gehört die gerechte Welt Gottes.

4 Glückselig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

5 Glückselig sind, die Mut zur Gewaltlosigkeit zeigen, denn sie werden das Land erben.

6 Glückselig sind, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden.

7 Glückselig sind, die barmherzig handeln, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.

8 Glückselig sind, deren Herzen rein sind, denn sie werden Gott schauen.

9 Glückselig sind, die Frieden schaffen, denn sie werden Gottes Töchter und Söhne heißen.

10 Glückselig sind die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihnen gehört die gerechte Welt Gottes.

11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch um meinetwillen ausgrenzen, verfolgen und verleumderisch alles Böse nachsagen.

12 Freut euch und jubelt, dass eure Belohnung groß ist bei Gott. Denn genauso verfolgten sie die Prophetinnen und Propheten vor euch.

Bibelarbeiten am Freitag
Deuteronomium 30,6—20

Mose spricht zu ganz Israel:

6 Adonaj ist dein Gott.
Adonaj wird sein Bundeszeichen in dein Herz senken und in das Herz deiner Nachkommen, damit du Adonaj lieben kannst – Adonaj ist dein Gott –  mit verstehendem Herzen, mit jedem Atemzug, um deines Lebens willen.

7 Adonaj ist dein Gott.
Adonaj wird alle diese Flüche auf die legen, die dich so anfeinden und hassen, dass sie dich verfolgen.

8 Dann wirst Du umkehren, das heißt: du wirst auf die Stimme Adonajs hören und du wirst alle seine Gebote erfüllen, die ich dir heute gebiete.

9 Adonaj ist dein Gott.
Dann wird Adonaj dir bei allem, was du tust, reichlich geben. Kinder, Jungtiere und Ackerfrüchte – alles wird gut gedeihen. So wird Adonaj umkehren zur großen Freude über dich, weil du so gut gedeihst, wie er sich über deine Vorfahren gefreut hat.

10 Ja, du wirst auf die Stimme Adonajs hören – Adonaj ist dein Gott – und so seine Gebote und Satzungen befolgen, wie es in diesem Torabuch aufgeschrieben ist – Ja, du wirst umkehren zu Adonaj – Adonaj ist dein Gott – mit verstehendem Herzen, mit jedem Atemzug.

11 Denn dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, ist nicht höher als deine Vernunft und nicht weit weg.

12 Es ist nicht im Himmel, so dass du die Ausrede hättest: „Wer könnte schon für uns zum Himmel hinaufsteigen, das Gebot für uns holen und es uns hören lassen, so dass wir es dann erfüllen können?“

13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, so dass du die Ausrede hättest: „Wer könnte schon für uns das Meer überqueren, das Gebot für uns holen und es uns hören lassen, so dass wir es dann erfüllen können?“

14 Nein, das Wort ist dir nahe. Es ist machtvoll in deinem Mund und in deinem Herzen, so dass du es befolgen kannst.

15 Sieh her! Ich habe Dir heute das Leben und das Gute wie auch den Tod und das Unheil vorgelegt.

16 Das bedeutet für dich: Ich habe dich heute auf die Liebe zu Adonaj verpflichtet – Adonaj ist dein Gott – um auf seinen Wegen zu gehen, seine Gebote, seine Satzungen und sein Recht zu befolgen. Dann lebst du auf und wirst zahlreich und Adonaj – Adonaj ist dein Gott – segnet dich in dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen.

17 Aber wenn sich dein Herz abwendet, das heißt: wenn du nicht hörst, das heißt: wenn du umschwenkst und vor anderen Gottheiten in die Knie gehst und ihnen dienst,

18 dann, so sage ich es euch heute, werdet ihr untergehen! Ihr werdet nicht lange in dem fruchtbaren Land bleiben, in das du jetzt kommst, wenn du den Jordan überquerst, um es in Besitz zu nehmen.

19 Ich habe heute den Himmel und die Erde als Zeugen in eure Mitte bestellt, als ich euch das Leben wie auch den Tod vorgelegt habe: Segen und Fluch. Wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.

20 Richte dich auf die Liebe zu Adonaj aus – Adonaj ist dein Gott. Höre auf seine Stimme und hänge an ihm, denn er ist dein Leben. So wirst du lange leben und auf dem fruchtbaren Land bleiben, das Adonaj deinen Vorfahren mit einem Schwur versprochen hat, um es den Familien Abrahams, Isaaks und Jakobs zu geben.

Kirchentagspsalm 146

1 Halleluja lobt Adonaj!

Meine Kehle lobe Adonaj.

2 Ich will Adonaj loben durch mein Leben.
Ich will meinem Gott musizieren, solange ich bin.

3 Vertraut nicht auf die mit Rang und Namen;
es sind nur Menschen, die nicht retten können.

4 Verlässt sie ihr Atem, kehren sie zur Ackererde zurück;
am selben Tag scheitern ihre Pläne.

5 Glückselig sind, deren Hilfe der Gott Jakobs ist,
deren Hoffnung sich auf Adonaj richtet, ihren Gott,

6 der Himmel und Erde schafft,
das Meer und alles, was in ihnen ist,
er, der Treue bewahrt für immer,

7 der den Unterdrückten Recht schafft,
den Hungernden Brot gibt.
Adonaj lässt Gefangene frei.

8 Adonaj öffnet Blinden die Augen.
Adonaj richtet Gebeugte auf.
Adonaj liebt, die gerecht handeln.

9 Adonaj beschützt Fremde,
umsorgt Waisen und Witwen,
doch den Weg der Gewalttätigen biegt er ab.

10 Adonaj soll als König regieren – für immer,
dein Gott, Zion, von Generation zu Generation.

Halleluja – lobt Adonaj!