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Deutscher Evangelischer Kirchentag

Liebe Leserinnen und Leser,


seit der Erstellung des Kirchentagsprogramms im Februar hat sich die Welt verändert. Änderungen und Erweiterungen im Programm versuchen, den Ereignissen im Nahen Osten und in Fukushima Rechnung zu tragen. Im Mittelpunkt dieses Sondernewsletters stehen Angebote zur nachhaltigen Energie- und Ressourcennutzung.

 

Wir sammeln Spenden für Solaranlagen, weisen auf neu ins Programm genommene Veranstaltungen hin und suchen Mitwirkende für Aktionen. Trotz aller Veränderungen, eines bleibt: Kirchentag lebt vom Mitmachen. Auch oder ganz besonders, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht.

 

Wir sehen uns in sieben Tagen in Dresden.

 

Ihr Team der Kirchentags-Geschäftsstelle Dresden 2011


Ein Brief von Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt



Sehr geehrte Damen und Herren,



die Katastrophe von Fukushima muss uns eine Lehre sein. Lange genug haben wir danach gestrebt, die Schöpfung zu unterwerfen und dabei vergessen, dass wir ein Teil von ihr sind. Die Ereignisse in Japan machen einmal mehr deutlich: Wir stehen im Begriff, unsere eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Grundsätzliches Nachdenken, Veränderungen und der Übergang zu einer Wirtschaft der Nachhaltigkeit stehen auf der Tagesordnung. Der Kirchentag hat schon seit langem die Notwendigkeit nachhaltigen Handelns als Herausforderung angenommen. Wir lassen uns regelmäßig nach dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) zertifizieren und gehören damit zu den umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland.

 

"Kirchentag der Sonne"

 

Dieses Jahr gehen wir einen Schritt weiter: Wir wollen den Kirchentag dazu nutzen, ein Zeichen für die Notwendigkeit der Energiewende zu setzen und werden zum ersten Mal in unserer mehr als 60-jährigen Geschichte drei Solar-Kraftwerke bauen. Unser "Kirchentag der Sonne" setzt dabei auf Dresden als wichtigen Forschungs- und Produktionsstandort für Solarenergie: Die benötigten Module kommen aus Dresdner Produktion (Solarwatt), werden von einer Dresdner Firma (Sachsensolar) projektiert und mit Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank finanziert. Gebaut werden die Anlagen auf Dächern der Technischen Universität Dresden, der Diakonie in Freital sowie einer Dresdner Kindertagesstätte.

 

Soziale Rendite für Menschen in Not

 

Der Kirchentag ist Initiator und Begleiter des Projektes. Wir wollen, dass sauberer Strom fließt und mögliche Gewinne einem guten Zweck zur Verfügung stehen. Deshalb haben wir mit unseren Partnern folgendes vereinbart: Gemeinsam mit dem Verein Lokale Agenda 21 für Dresden und dem Umweltzentrum Dresden sammeln wir Spendengelder, mit deren Hilfe die Dresdner Bürgerstiftung die Anlage kaufen und die Kredite so schnell wie möglich ablösen wird.

 

Die Erträge der Anlage sollen durch die Spenden unmittelbar und dauerhaft dem Verein arche noVa zu Gute kommen. So zeigen wir, dass die Klimafrage eine globale ist. Das Dresdner Hilfswerk ist Partner des Bündnisses "Dresden hilft" und engagiert sich seit fast 20 Jahren für Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien. Als kleines, flexibles Hilfswerk ist arche noVa bei Naturkatastrophen immer schnell vor Ort und organisiert Soforthilfe: In 15 Ländern hat arche noVa Tausende von Brunnen gebohrt, Wasserversorgungssysteme instandgesetzt, Mikrokredite vergeben, sich für die Gleichstellung und Ausbildung von Frauen eingesetzt sowie Schulen gebaut.

 

Ihre Solar-Spende – ein Gewinn für die Umwelt und soziale Projekte

 

Die Gewinne der Sonnenkraftwerke können sich sehen lassen:

 

- Der erzeugte Solarstrom ist klimafreundlich.

- Wertschöpfung und Arbeitsnachfrage bleiben in der Region.

- Durch die Weitergabe der Erträge an das Hilfswerk arche noVa kann denjenigen Menschen geholfen werden, die unter dem von den Industrieländern maßgeblich verursachten Klimawandel am stärksten leiden.

- Dank der garantierten Einspeisevergütung und günstiger Konditionen wird sich jeder Spendeneuro vermehren.

 

Wir glauben, dass das Projekt "Kirchentag der Sonne" eine gelungene Verbindung von Ökologie, Ökonomie und sozialem Handeln darstellt und hoffen auf Ihre Unterstützung.

 

Bitte richten Sie Ihre Spenden an die

 

Bürgerstiftung Dresden

Bank: Baden-Württembergische Bank

Konto: 28 76 971

BLZ: 600 501 01

Verwendung: Spende Solaranlage Kirchentag

Mein besonderer Dank geht an die Unterstützer und Partner des Projektes:

 

- Die Firmen Sachsensolar AG und Solarwatt AG, Dresden;

- Diakonisches Werk - Stadtmission Dresden e.V.

- Staatsminister der Finanzen des Freistaates Sachsen, Sächsische Aufbau-Bank, Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH, Sächsisches Immobilien- und Baumanagement,

- Lokale Agenda 21 für Dresden e.V.

- Umweltzentrum Dresden e.V.

- Rektor der TU Dresden, Herrn Prof. Dr. Müller-Steinhagen


 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre




Katrin Göring-Eckardt

Präsidentin des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages

 


Die Energiewende auf dem Kirchentag in Dresden



Mehrere neu hinzugekommene Aktionen und Veranstaltungen werden sich auf dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden mit dem Thema Energiewende beschäftigen. Allen Programmpunkten ist das Anliegen gemein, durch die Ereignisse in Fukushima auf den nötigen Wechsel zu Erneuerbaren Energien hinzuweisen und zu zeigen, dass Atomkraft (und andere fossile Energieträger) keine Lösung darstellen.

 

Es ist wichtig, deutlich zu machen, dass es einerseits politischer Lösungen und daher Forderungen und Vorschläge an die Politik bedarf. Zugleich will der Kirchentag aber auch darauf hinweisen, dass jeder und jeder einzelne privat, in seiner Kirchengemeinde oder seinem Betrieb bereits jetzt Wahlmöglichkeiten hat, die es auszuschöpfen gilt. Politisches und privates Engagement gehören zusammen.



Speaker's Corner und grüne Papphocker


Geben Sie Ihr persönliches Statement zur Energiewende ab und färben Sie die Papphocker des Kirchentages grün - am Speaker's Corner auf dem Neumarkt, direkt vor der Frauenkirche. Dort finden Sie auch einen Informationsstand und jeden Abend Gespräche mit Experten und Prominenten zum Thema erneuerbare Energien. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Markt der Möglichkeiten.

 

Der grüne Papphocker ist das Symbol für die Energiewende auf dem Kirchentag. Extragroß auf dem Neumarkt, oder überall sonst auf den Veranstaltungen des Kirchentages, wo immer Sie Ihre Zettel aufkleben möchten.




Zentrum Umwelt und Globalisierung


Freitag, 11.00 - 13.00 Uhr

Fukushima – Das Ende der Atomenergie?

 

Freitag, 15.00 - 18.00 Uhr

Ohne Kohle und Atom – Die Energieversorgung der Zukunft

 

Freitag, 19.30 - 21.00 Uhr

Ein zukunftsfähiges Energiekonzept für Deutschland - Was steht am Ende des Moratoriums?

 

 

Alle Veranstaltungen im Hörsaalzentrum der TU Dresden.




VCP-Aktion "powered by heaven – wir stehen auf Ökostrom"


Wir, der Verband der christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), wollen ein gemeinsames und öffentlichkeitswirksames Zeichen für den Klimaschutz setzen! Aus diesem Grund versammeln sich (hoffentlich) hunderte von Helferinnen und Helfern am 2. Juni 2011 um 14.00 Uhr auf der Augustusbrücke in Dresden. Gemeinsam bilden sie eine auf Kirchentagshockern stehende Menschenkette und weisen so auf den immer notwendigeren Schutz des Klimas hin.



Bild: VCP


CO2-frei anreisen


Wer mit der Bahn zum Kirchentag fährt, fährt CO2-frei und regenerativ. Der Kirchentag hat sein Großkundenabonnenment so umgestellt, dass die Bahn die entsprechenden Mengen Strom regenerativ einkauft und dem Kirchentag zertifiziert.




Solarexkursionen zur Weinbergkirche


Zum Kirchentag werden Solarexkursionen zur Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge angeboten. Besucher können sich aus erster Hand fachkundig über Geschichte, Planung, Finanzierung und Technik informieren.

 

Donnerstag und Freitag, 14.00 – 16.00 Uhr

Weinbergkirche, Albert-Hensel-Straße 3

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Lokalen Agenda Dresden über Telefon 0351 2134532 und im Internet



Wasser los?!




Seien Sie dabei, am Freitag, 3. Juni, um 11.45 Uhr bei der Mitmach-Aktion "Wasser los?!". Sie will darauf aufmerksam machen, welche Auswirkungen unsere Lebensgewohnheiten in anderen Ländern haben: Die Herstellung von Alltagsgegenständen verbraucht riesige Mengen Wasser in den Produktionsländern, in denen ohnehin Wasserknappheit herrscht. Schöpfen Sie mit uns Wasser aus der Elbe schöpfen, um den Verbrauch bei der Herstellung von Produkten deutlich werden zu lassen. Packen Sie mit an und setzen Sie ein Zeichen für globale Gerechtigkeit!



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