Montag, 21. Mai 2012
Mein Kirchentag

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Kirchentag zum Mitmischen

Resolutionen machen die Beteiligung am Kirchentag möglich. Sie sind das Echo der Besucher an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Alle Kirchentagsteilnehmer haben ein dickes Programmheft zugeschickt bekommen, in dem verschiedene Veranstaltungen zu finden sind. In den Tagen des Kirchentags können sie nun mitsingen, mitbeten und an vielen Stellen mitdiskutieren. Was aber, wenn sie auch mitentscheiden wollen, was auf einem Kirchentag besungen, für was gebetet und über was diskutiert wird?

Egal ob Netzwerk, Gruppe oder Einzelperson: Wer auf ein Problem aufmerksam machen möchte, das die breite Masse betrifft, kann vor und während Kirchentages sein Anliegen formulieren und bei der Kirchentagsleitung einreichen. In Dresden wurden dieses Jahr vor dem Kirchentag 15 Resolutionen online eingebracht, deren thematische Spannbreite von Atompolitik über Organtransplantation bis zur Stärkung der Ökumene reicht. Um Gehör zu finden, muss jeder Vorschlag zunächst hundert Stimmen sammeln – online oder auf Papier. Eine angenommene Resolution erreicht einen konkreten Adressaten: das Institut für Weltwirtschaft (IfW), Angela Merkel oder Papst Benedikt XVI.

Es gibt zwei Wege, eine Resolution zum Erfolg zu führen: Entweder sammeln die Initiatoren auf dem Markt der Möglichkeiten 3000 Unterschriften oder sie bewegen 500 Kirchentagsteilnehmer dazu, im Rahmen eines Programmangebots positiv über ihre Idee abzustimmen.

Auch bei der Podiumsdiskussion mit dem Titel „Warum Kirche zu Menschenfeindlichkeit nicht schweigen kann“, sollte über eine Resolution abgestimmt werden. Doch dazu kam es nicht: Für eine Abstimmung waren zu wenige Teilnehmer anwesend.

Im Interview beschreibt Friedemann Bringt, Mitautor der Resolution „Demokratie & Zivilgesellschaft stärken – Engagement gegen Rechtsextremismus“, seine Motivation und erklärt, warum sich sein Einsatz trotz der gescheiterten Antrags gelohnt hat.

 

Anmerkung: Im Text war zunächst von 5000 Unterschriften die Rede. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.