Montag, 21. Mai 2012
Mein Kirchentag

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Renate Künast im Interview

Kirche als wichtiger Wertegeber für die Gesellschaft, weniger für den Staat? Renate Künast sprach mit kirchentag.de über die Bedeutung der Kirche für die Gesellschaft und den Kirchentag. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen war heute eine gefragte Gesprächspartnerin. Sie nahm an mehreren Veranstaltungen teil, unter anderem an einer Bibelarbeit, einem Gottesdienst und einem Gespräch auf dem "Roten Sofa" des Evangelischen Medienverbandes in Deutschland.

kirchentag.de: Was ist Ihre Motivation, beim Kirchentag dabei zu sein?
Renate Künast: Kirchentag heißt, dass Menschen gemeinsam Werte vertreten wollen. Für mich ist dabei wichtig: Ich will nicht auf Kosten anderer leben, wir brauchen eine gerechtere Welt, wir brauchen Gerechtigkeit und Freiheit. Mit Freiheit meine ich nicht die Freiheit des Ellenbogens, sondern dass jeder Mensch auf dem Globus die Freiheit hat zu leben.

Sie sind Politikerin, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Wie viel Kirche braucht der Staat?
Kirche und Staat sind voneinander unabhängig. Nicht der Staat braucht die Kirche, sondern die Gesellschaft braucht die Kirchen, weil sie Werteträger sind.

Was gefällt Ihnen am Kirchentag?

Diese Lockerheit und Nähe. Dresden wird ganz anders bevölkert. Es ist wie ein Dorf, das sich auf einem Platz begegnet. Der Kirchentag entschleunigt das Leben der Menschen.

Was ist für Sie das wichtigste Thema auf dem Kirchentag?
Der Kirchentag ist eine Aufforderung, sich einzumischen, und zwar in vielen Bereichen. Egal, ob es um die Energiewende oder um Flüchtlingsströme geht. Wichtig ist: Misch dich ein!

Interview: Anne Bohlmann, Claudia Maier