
- Die neue Solaranlage auf dem Dach der Dresdener Uni
Auf dem Gerber-Bau der Technischen Universität Dresden wird ab jetzt Solar-Strom erzeugt. Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt eröffnete kurz vor Beginn des Kirchentages eine Anlage mit einer Leistungsstärke von 45 Kilowatt.
Die Anlage ist eine von drei Anlagen, die aus Anlass des Kirchentages gebaut wurden. Weitere sollen auf einem Altenheim der Diakonie in Freital und dem Kindergarten der Lukasgemeinde in Dresden entstehen. Göring-Eckardt betonte, dass die Bedeutung der dezentralen Energieerzeugung zunehmen werde. „Die Katastrophe von Fukushima hat unserem Vorhaben zusätzlichen Rückenwind verschafft, geplant war der Bau aber lange vor dem Reaktorunglück in Japan. Mit dem Bau der Solaranlagen setzt der Kirchentag das fort, was er schon lange macht – zur Bewahrung der Schöpfung nachhaltig arbeiten.“
Der Bau der Anlagen, so Göring-Eckardt, sei eine Teamleistung, bei denen viele Partner mitwirkten. Öffentliche Hand, Umweltfirmen aus Dresden sowie Kirche und Diakonie haben das Projekt gemeinsam ermöglicht. Wenn die Solaranlage Gewinne abwirft, werden sie an den an den Dresdner Verein arche noVa fließen. Das Dresdner Hilfswerk ist Partner des Bündnisses ‚Dresden hilft‘ und engagiert sich seit fast 20 Jahren für Menschen in Afrika, Lateinamerika und Asien. „Je früher die Anlagen bezahlt sind, desto eher fließt das Geld an die arche“, warb die Kirchentagspräsidentin um Spenden.
„Hier gebaut, hier geplant, hier installiert. Fast die gesamte Wertschöpfungskette der Anlage kommt aus Sachsen.“ freut sich Andreas Wünschevom Dresdner Unternehmen SachsenSolar AG, die die Anlage auf dem Unidach gebaut hat, und betont, wie wichtig Solarstrom ist: „Strom von der Sonne kommt immer dann, wenn Strom am meisten nachgefragt wird. Fotovoltaik senkt die Spitzenlast.“


