Thementableau
33. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Themenbereich 1 - Theologie und Glaube
Hauptpodienreihe
In dieser Hauptpodienreihe geht es insbesondere um Fragen von Theologie und Glauben, sind aber gewiss nicht nur für "Glaubens-Insider" wichtig, sondern sprechen generelle Menschheitsfragen an. Die drei Begriffe werden an drei Veranstaltungstagen je für sich bedacht - allerdings immer so, dass die zwei anderen Größen mit im Blick sind und mögliche Zusammenhänge deutlich werden.
Welche Vorstellungen von Gott tragen wir in uns: Vater, Herr, Mutter, Urgrund, Liebe...? Wie wurde, wie wird Gott dargestellt – in Bildern, in Worten? Wie persönlich ist Gott zu denken, wie persönlich nehmen wir ihn? Im Bezug auf die Losung des Kirchentages und auf die weiteren Veranstaltungen der Hauptpodienreihe ist zu fragen: Wie verhalten sich Gott und Mammon zueinander, wie verhalten sich Gott und Glück? Geld. "... ein Kamel durch ein Nadelöhr" (Mk 10,25)
Geld: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr ..." (Mk 10,25)
Die Kirchentagslosung nimmt die Frage nach irdischen und himmlischen Reichtümern auf: "Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein". (Matthäus 6,21). Die Finanzkrise seit 2008 zeigt überdeutlich, wie ambivalent, ja gefährlich, der Umgang mit Reichtümern, mit Geld ist. Wie gehen wir, als Menschen und Christen, verantwortlich mit Geld um, im großen politischen und im kleinen privaten Bereich?
Glück: Viel Glück und viel Segen
Pursuit of Happiness, das Streben nach Glück, ist in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung als fundamentales Menschenrecht benannt. Was aber ist dieses Glück, nach dem Menschen streben? Wie ist "Glück" psychologisch, soziologisch oder theologisch zu fassen? Wird das Erleben von Glück zu Recht als das Ziel eines Menschenlebens gesehen? Ist nur glücklich, wer sich für glücklich hält? Ist Glück ein Gefühl? Ist Glück als spiritueller Begriff die Abwesenheit von Leid – oder ist es mehr? Können nicht gerade Leid und rechter Umgang damit den Menschen adeln?
Zentren (mehrtägig)
Schätze des Glaubens - Halle der Theologie und Zentrum Gemeinde
Der Kirchentag in Dresden bietet ein Novum: In einem "Doppel-Zentrum" soll es um Schätze des Glaubens gehen – um aktuell diskutierte theologische Grundfragen (Halle der Theologie) und um deren Bedeutung für das Leben und die Arbeit in den Gemeinden (Zentrum Gemeinde).
Übernimmt der Boulevard bei großen Teilen der Bevölkerung die kirchliche Rolle der Lebensbegleitung, der Lebensdeutung, der Seelsorge? Jedenfalls ist ein Boom von Angeboten zur Sache in den Medien zu verzeichnen. Wie ist das Verhältnis zu den Angeboten der Kirchen?
Wie relevant ist Kirche in meinem Leben? - Kirche in einer säkularen Existenz
Das Apostolische Glaubensbekenntnis: Schatz oder Ballast?
Im Mittelpunkt steht das World Café. Es lädt ein zum Austausch über die Bedeutung und die Relevanz zentraler Glaubenssätze, die in unseren Gottesdiensten als Grundlagen vorausgesetzt und in der Regel von allen mitgesprochen werden.
Keine Versöhnung ohne Opfer? Christliche Sühnopfertheologie in der Diskussion
Die Diskussion um die Bedeutung des Sühneopfers Christi für Theologie und Kirche wurde in den vergangenen Jahren sehr heftig geführt. Sie soll beim Kirchentag in Dresden in einer zentralen Veranstaltung fortgesetzt werden: Verschiedene Positionen, aber auch der erreichte Stand der Diskussion, sollen in einem Podiumsgespräch deutlich werden.
Welche Kirche brauchen wir? – Analyse – Diskussion – Visionen
Welche Diakonie brauchen wir? – Gemeinwesendiakonie – verfasste Diakonie – politische Diakonie?
Ist die Kirche noch ein ernst zu nehmender "Player" auf der gesellschaftlichen Bühne?
Partnerschaften mit Gemeinden aus Afrika und Asien
Was bringt es ihnen? Was bringt es uns? Geld gegen Mission? "Süd-Perspektive": Was ist von Partnerschaften mit dem Norden zu erwarten? vs. "Nord-Perspektive": Was wollen, was können wir in kirchlichen Partnerschaften leisten?
Ambivalenzen und Spannungen zwischen hier und dort
Bericht aus verschiedenen Lebenswelten in Ghana und Argentinien, deren Spannungen zueinander – und darüber, ob und wie das Verhältnis solch unterschiedlicher Lebenswelten zueinander für gegenseitiges Lernen und Verstehen fruchtbar werden kann.
Ein Herr, ein Glaube – darum auch eine Taufe?
Stillstand in der Ökumene? Zumindest im Blick auf die Taufe sind viel Bewegung und aufregende Diskussionen durch das BALUBAG-Papier da, das derzeit von Lutheranern und Baptisten diskutiert wird. Nach einem Impuls über die aktuelle Debatte folgt ein World Café. Es lädt ein zum Austausch über den Sinn und die Relevanz der Taufe – im Blick auf Einzelne, auf Gemeinden und besonders die Ökumene.
Welche Kirchenreform brauchen wir? – Bestandsaufnahme – Kritik – Perspektiven
Nachdem am Vormittag an selber Stelle das Podium "Welche Kirche brauchen wir?" stattgefunden hat, das sich dem Thema besonders in soziologischer und theologischer Perspektive annähert, soll am Nachmittag der Fokus auf die aktuellen Bemühungen um Kirchenreform gelegt werden.
Nach einem Impulsvortrag: "Nachhaltigkeit ist kein Lust-Killer!" folgt ein World Café. Es lädt ein zum Austausch über eigene Erfahrungen und Fragen, die sich zur Fragestellung "Nachhaltig Lustvoll Leben" ergeben.
"Dem demografischen Trend in die Augen schauen" - ein Impulsvortrag führt ein in ein Thema, das in vielfältiger Hinsicht von hoher Bedeutung für die Kirchen und ihre Gemeinden ist: Es geht unter anderem um Finanzen, Veranstaltungsformte, Seelsorge und Personalanforderungen.
Glaubenskurse: Wie geht's? Was bringt's?
Im "Jahr der Taufe und der Freiheit" nimmt die Evangelische Kirche in Deutschland das Thema Glaubenskurse auf ihre Tagesordnung. Alle evangelischen Gemeinden in Deutschland erhalten ein Arbeitsbuch zur Sache und sind aufgerufen, sich mit eigenen Projekten hier zu engagieren.
Das Zentrum Bibel gehört zu den bewährten, beinahe selbstverständlichen Programmangeboten des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Welche Bedeutung kann die Bibel in unserem Alltag noch haben? Wo finden wir sie in der Gesellschaft, welche Rolle spielt sie – und: welche Rolle sollte sie spielen? Das Programm besteht aus einem zentralen Veranstaltungsstrang auf einem Podium sowie einer Reihe von Workshopangeboten und begleitenden Ausstellungen.
Wie die Bibel weitergeben? Traditionen und Tradierung der Bibel
Wie können kraftvolle Erfahrungen mit der Bibel weitergegeben werden? Wie kann Neugier für die Bibel geweckt werden? Wo zwischen Alt und Jung kommt die Bibel vor?
BibelFest – Die Heilige Schrift und der Gottesdienst
Judentum und christliche Konfessionen betonen auf unterschiedliche Weisen im Gottesdienst die Bedeutung der Bibel. Was ist da voneinander zu lernen?
"Mit der Bibel ist kein Staat zu machen" – die Heilige Schrift als politisches Buch
Im Osten der Republik ist die Erinnerung an die Kraft biblischer Impulse lebendig, die zum Ende der DDR-Diktatur beitrugen. Wie und was strahlt die Bibel in die Gesellschaft und in die Politik aus – in der neuesten Geschichte und ganz aktuell?
Evangelische Spiritualität: Ist die Bibel dazu nötig?
Herrnhuter Losungen, Bibellesen, Meditationstechniken, Stille ... Frömmigkeitsformen sind vielfältig. Welche Rolle spielt die traditionelle protestantische Hochschätzung des biblischen Wortes in aktuellen Ausdrucksformen von Spiritualität?
Zwei Grunddaten prägen das Geistliche Zentrum in Dresden. Zum einen wird es sich den räumlichen Gegebenheiten in Dresden anpassen. Zum anderen soll Dresden geprägt sein von einer Abkehr von der Podiumskultur hin zu direkter Begegnung, hin zum Mitdenken und Mitreden.
Von der Bergpredigt gingen die Impulse aus, die die Vorbereitungsgruppe zu den drei großen Begriffen geführt hat, die das dreitägige Gesamtkonzept durchwirken. Die Bergpredigt fordert zum Umdenken und zum Handeln auf, aber ängste halten uns davon ab, mutig zu handeln. Wie diese Ängste überwinden, wie loslassen? Woher den Mut nehmen, der Stimme des Evangeliums zu folgen? Gnade ist es, wenn es gelingt, Ängste zu überwinden, Mut zu finden.
Das Geistliche Zentrum in der Innenstadt: Herberge und Werkstatt
Geistliche Communitäten und Gemeinschaften schaffen mit einem Raum der Stille, Gottesdiensten und Tagzeitengebeten, Präsentationen und Ausstellungen einen Ort der Besinnung, Begegnung und des Gebets. Pilgerinitiativen laden zum kurzen Verweilen ein. Am Donnerstag und Freitag bietet das Geistliche Zentrum zudem ein breites Angebot an Workshops. Die Teilnehmenden können im Gespräch und vor allem in den zahlreichen Werkstätten ihren Gedanken und Gefühlen künstlerischen Ausdruck geben, unter anderem mit Holz, Ton, Malerei und Tanz.
Das Geistliche Zentrum in Hellerau: Kunst und Spiritualität
In konzentrischen Kreisen entfaltet sich das Programm dieses Tages – in Kontemplation, Diskurs und Aktion.
Die Veranstaltung soll den Auftakt zum fünfzigjährigen Jubiläum der AG darstellen. Fragen, die vor 50 Jahren gestellt wurden, sollen eingespielt und dann der Bogen in die Gegenwart und Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs geschlagen werden.
Sühne - Versöhnung - Völkerrecht
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Wie kann Versöhnung gelingen? Wie ist Versöhnung politisch und juristisch greifbar? Welche Rolle können Sanktionen spielen? Ist Versöhnung immer möglich und notwendig? Was sind Schwierigkeiten in Versöhnungsprozessen? Inwieweit ist Versöhnung ausschließlich ein gegenseitiges Geschehen? Was ist ein geeigneter Umgang mit denjenigen, die sich Versöhnung bewusst verweigern, weil sie sich nicht vereinnahmen lassen wollen?
Eine Herzensangelegenheit! Gala 50 Jahre christlich-jüdischer Dialog
Im Jahr 2011 feiert der Kirchentag das 50-jährige Jubiläum des christlich-jüdischen Dialoges. Dieses Ereignis wollen wir mit einer großen Geburtstagsgala begehen. Ein Abend mit Musik, Kabarett und Gesprächen. Eingeladen sind: Pioniere und derzeitig in der AG Juden und Christen Aktive, Vertreter und Vertreterinnen der evangelischen Kirche und des Zentralrates der Juden, Wegbegleiter aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Feiern Sie mit!
Das wird man wohl noch sagen dürfen! – Israel und wir
Beim Kirchentag in Bremen 2009 fand ein Tischgespräch statt, bei dem mehrere hundert Menschen über die Fragen "Was bewegt mich zur Auseinandersetzung mit Israel-Palästina?" und "Was prägt mein Bild von Israel-Palästina, und wie könnte es aus anderer Perspektive aussehen?" diskutiert haben. An diese Diskussion wollen wir anknüpfen. So will die Veranstaltung weniger über den Konflikt zwischen Israel und Palästina als solchen sprechen, sondern vielmehr die Bedingungen politischen Redens über Israel in den Mittelpunkt stellen: Wie nehmen Europäer und insbesondere Deutsche die israelische Realität wahr? Wie können und sollten wir handeln?
Macht Geld doch glücklich? - Geld und Glück in jüdischer und in christlicher Perspektive
Welche Zugänge gibt es zu Geld in Judentum und Christentum? Gibt es einen Zusammenhang von Glück und Geld, der christlich-biblisch zu kritisieren, oder zu unterstützen ist? Ist Geld nicht aufgeladen als Glücksversprechen, dessen notwendige Negierung immer Antijüdisches produziert? Wie gehen wir mit der klassischen Frage um, ob der Kapitalismus jüdisch, christlich oder keins von beiden ist? Was ist ein angemessener Umgang mit Geld?
Das Zentrum Muslime und Christen widmet sich Fragestellungen aus vielen gesellschaftlichen und religiösen Bereichen. Immer geht es jedoch darum, wo Muslime und Christen in der gleichen Gesellschaft partnerschaftlich zusammenleben können. Wo finden sie zusammen? Wo gibt es Gemeinsamkeiten? Wie können Brücken gebaut werden?
Soziale Gerechtigkeit schaffen – Gesellschaftliches Engagement von Muslimen und Christen
Angesichts von Armut, Ausgrenzung und sozialer Ungerechtigkeit empfinden Christen und Muslime Verantwortung, sich aktiv für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. In einem ersten Teil werden grundlegende Fragen erörtert: Welche Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit sind in ihren Traditionen lebendig und leiten ihr Handeln? Wie tragen Christentum und Islam kritisch und konstruktiv zu einem Bewusstseins- und Strukturwandel in der Gesellschaft bei, um dem Ziel der Teilhabe für alle näher zu kommen? Wie können Christen und Muslime sich gemeinsam engagieren? Im zweiten Teil sollen Initiativen Praxisbeispiele aus verschiedenen Bereichen vorstellen und gemeinsam diskutieren.
Bilder – Zerrbilder – Feindbilder. Wie Christen, Juden und Muslime sich sehen
Die Veranstaltung soll die verbreitete Existenz "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" ansprechen und die zum Teil gefährlichen Auswirkungen solcher Feindbilder bewusst machen. Hintergründe werden erklärt und zeigen, wie Feindbildern begegnet werden kann. Das Thema "Islamophobie" soll im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen, gleichzeitig sollen andere Feindbilder und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit nicht ausgeblendet werden. Schließlich sollen Möglichkeiten der Überwindung von Rassismus aufgezeigt werden: politische Maßnahmen, Rolle der Medien, Sozialarbeit, Bildungs- und Aufklärungsarbeit.
Interreligiös kompetent? – Modelle und Erfahrungen in Kindergarten und Schule
Die Herausforderung interreligiösen Lernens stellt sich für alle bestehenden Modelle und Konzepte religiöser Bildung in den Schulen und Kindergärten Europas. An ausgewählten Beispielen sollen Konzepte, Erfahrungen und Modelle miteinander ins Gespräch gebracht werden.
Konversion, Konkurrenz und Mission – Stolpersteine zwischen den Religionen?
Wie können Religionen konstruktiv zusammenleben? Es soll herausgearbeitet werden, wo und wie Konversion, Konkurrenz und Mission Hindernisse darstellen oder wie sie gestaltet werden müssen, damit sie theologisch wie rechtlich legitim sind und nicht vereinbare Positionen oder Praktiken gemieden werden.
Welt ohne Gott – Gott ohne Welt? Glauben im säkularen Umfeld
Glauben in "religionsloser" Gesellschaft: Unter welchen besonderen Vorzeichen und Bedingungen (Zahlen, Daten, Fakten) leben Christinnen und Christen bzw. Muslima und Muslime in den neuen Bundesländern? Vor welchen spezifischen Problemen, Herausforderungen und Chancen – individueller und institutioneller Art – stehen sie? Wie können sie ihre religiös begründeten Überzeugungen in Staat und Gesellschaft einbringen? Glauben in "entmythologisierter Zeit": Wie kann der moderne, an rationale Deutungsmuster gewohnte Mensch mit mythologischer Sprache und Bildern "vernünftig" umgehen? Wie können sich Christinnen und Christen, Muslima und Muslime in dieser Zeit ihren Mitmenschen noch "verständlich" machen?
Erfahrungen mit Gott – Mystik in Christentum und Islam
"Der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein (...)." (Karl Rahner) – Liegt in der Mystik die Zukunft der Religionen, im interspirituellen Gespräch die Zukunft des interreligiösen Dialogs? Der interreligiöse Dialog lässt Fragen des Gebets, der individuellen Gottesbeziehung, der Spiritualität nicht aus. Mystik weist Wege auf, wie Menschen mit Gott in Verbindung kommen können und genau dort ist es möglich das Gemeinsame der unterschiedlichen Religionen zu erkennen. Was ist Mystik? – Es soll sowohl historisch-theologisch in die Thematik eingeführt werden, als auch Raum für mystische Texte aus Islam und Christentum zu Angst, Liebe und Barmherzigkeit (Meister Eckhardt, Mevlana, Helftaer Schwestern, Rabiía al-Adawiya) bestehen.
... da wird auch dein Herz sein. - Ja, wo eigentlich? - Muslimische Lebensentwürfe in Deutschland
Diese Veranstaltung stellt muslimische Lebensentwürfe in den Mittelpunkt und thematisiert Fragen nach Heimat, Lebenssituation und Identität. Geprägt von einer zunehmenden Pluralität von Kulturen werden unterschiedliche biographische Erfahrungen gemacht. Das Verständnis von Identität und Heimat verändert sich: Was gehört zu meiner Identität? Wo bin ich eigentlich zu Hause?
Liebe, Lust und Leidenschaft – Sexualität und Partnerschaft in Christentum und Islam
Gedankenaustausch über den Stellenwert von Sexualität bzw. den Umgang mit körperlicher Liebe im Christentum und im Islam. Was sagen Bibel und Koran zu körperlicher Liebe und Sexualität? Was sagen weitere christliche und muslimische Quellen und Traditionen? Welche Rolle spielt das im alltäglichen Leben, in der Beziehung zwischen Liebenden und in der Erziehung?
Glaubenskommunikation im säkularen Raum
In den Veranstaltungen des Zentrums "Glaubenskommunikation im säkularen Raum" sollen die geläufigen Verortungen hinterfragt, der Umgang von Christen und Nichtchristen beleuchtet werden. Gibt es Wege, die Sichtweise des jeweils anderen zu akzeptieren und so Kirche und Welt in Kommunikation zu bringen. Gottsucher und Selbstfinder. Neue Religiosität als Chance für die Kirche?
Zeit, dass sich was dreht. Orientierung suchen in Glaubenskursen
Die sächsische Landeskirche sieht sich EKD-weit in einer Vorreiterrolle, denn hier gehören Glaubenskurse in vielen Gemeinden bereits seit vielen Jahren zum selbstverständlichen Repertoire, hier gibt es höchste Zahl an Erwachsenentaufen und hier wurden schon früh Strukturen geschaffen, um die Impulse aus dem EKD-Reformprojekt "Erwachsen Glauben" aufnehmen zu können.
Grenzgänger. Erfahrungen jenseits unserer religiösen Sprachlosigkeit
Blickwechsel. Gemeinde für außen sensibilisieren
Mischen possible? Kirche in der Vielfalt der Lebenswelten
Was macht Kirche für mich ansprechend? Welche Zugänge habe ich zu Glaubensinhalten, welche sehe ich bei anderen um mich herum? Wie geht das überhaupt, andere für Inhalte zu begeistern, die mich selber faszinieren?
Fass dir ein Herz. Provoziere. Mit kleinen Mitteln Anstoß geben
Foren (eintägig)
Forum Feministisch-Theologische Basisfakultät
Erben zwischen Himmel und Hölle – Eine feministisch-theologische Herausforderung
Genieß das Leben alle Tage: Gibt es eine befreiende Theologie des Wohlstandes?
Von Horst Goldstein stammt das Buch: "Genieß das Leben alle Tage. Eine befreiende Theologie des Wohlstandes". Darin wird thematisiert, wie man als Christin oder Christ im Wohlstand leben und sich zugleich mit den Armen solidarisieren kann. Das Buch ist Plädoyer gegen das Sammeln und Horten von Schätzen. Was ist mir im Leben wichtig? Was ermöglicht ein solidarisches Leben, wo sind die Hindernisse? Wie weit werden Prioritäten, die man sich im Leben setzt, in Finanzentscheidungen sichtbar?
Dafür schlägt mein Herz - Solidarität im Überfluss
Wie lebe ich die "Option für die Armen" als engagierte Christin, die zum Mittelstand gehört? Wie kann das konkret aussehen? Wo sind die Hindernisse und was ermöglicht solidarisches Leben?
Liturgischer Tag Liturgie und Chirurgie
Kirche und Medizin pflegen jeweils eigene "beruhigende Rituale mit der Hoffnung auf Besserung". Welche "Liturgien" (also welche Rituale, welche festen Umgangsformen) prägen das Leben in einem Krankenhaus? Wie funktionieren beruhigende Rituale: Kann aus der Beschäftigung damit Erhellendes für kirchliche Liturgien gewonnen werden? – Und dann, tiefer gehend: Wie verhalten sich Heil und Heilung? Wie verhalten sich ewiges Heil und irdisches Wohl? Was bedeutet "heil sein" eigentlich? Sind Medizin und Kirche am Ende eher Teamspieler oder Konkurrenten?
Das Thema soll aus drei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden: Lebenskunst für Anfangende – was können wir Kindern heute mitgeben, damit sie in einer verwirrenden Welt Lebenskünstler bleiben und werden? Zweitens: Lebenskunst für Menschen unterwegs – wo bleibt Raum für Lebenskunst in einem Leben, voller gesellschaftlicher Erwartungen und Herausforderungen? Und drittens: Lebenskunst für Menschen an Grenzen – wo findet sich Lebenskunst für Menschen, die vor Abgründen stehen?
Den Zauber des Anfangs bewahren
Die kindliche Entwicklung ist mit verschiedenen Problemen konfrontiert. Kitas sind ein Karussell rasch wechselnder Bezugspersonen. Im Elternhaus können Armut, wechselnde Partnerschaften, Streit um Erziehung und instabile Mutter- und Vaterrollen die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen. Spätestens in der Schule werden die Folgen offenbar: Verhaltensauffällige Schüler sorgen für Ratlosigkeit bei Lehrern und Eltern.
Welche Rolle spielt Autorität in der Erziehung? Mit welchen Problemen sind Jugendliche heute konfrontiert? Welche Rolle spielen Medien für die Entwicklung junger Menschen?
In eiligen Zeiten - Lebenskunst unter Zeitdruck
Wie ist gelingendes Leben möglich in einer Welt der Zeitverknappung und Beschleunigung? Was sind theologische Zugänge zur Lebenskunst? Die Veranstaltung wird folgende Schwerpunkte legen: Zeitdruck in Familie und Beruf, Enhancement, Hirndoping und Leistungssteigerung, Burnout.
Unterwegs zu einer gemeinsamen Lebenskunst
Wie kann man Lebenskunst als eine Anfrage an soziales Zusammenleben verstehen? Nach einer theologischen Einführung sollen Projekte sozialer Nachbarschaft und Wohnprojekte vorgestellt werden.
Heilkunst auf der Grenze von Leben und Tod
Bis zwei Wochen vor dem Kirchentag können die Kirchentagsbesucher via Internet Fragen und Probleme zum Thema einsenden. Die gesammelten Fragen werden in der öffentlichen Sprechstunde insgesamt eine Stunde lang beantwortet.
Leben als Kick oder: überLeben in Grenzsituationen – ein Panorama
In dieser Veranstaltung soll es um den Zusammenhang von Grenzerfahrungen und Sinn/Glück und das Verhältnis zwischen Risiko, Grenzerfahrungen und Sicherheit gehen.
"Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei..." – Vom Mut zur Freiheit
Frage im Hintergrund: Was bewegt Menschen, was ist Auslöser, dass Menschen sagen, "jetzt reicht es"? Wie entstehen Veränderungen? Hatte zum Beispiel die friedliche Revolution Modellwirkung auf Gesellschaften anderswo? Was verändert es, wenn Menschen bereit sind, ein Risiko einzugehen? Thematisch geht es um den Begriff der gesellschaftspolitischen Freiheit, Fragestellungen der gesellschaftlichen Freiheit, Zeitzeugen unterschiedlicher Kontexte.
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein? Impuls: Philosophisch-theologische Reflexe. "Meine Freiheit nehm ich Dir": über die Ambivalenz von Freiheit. Positive Freiheit, die ich mir nehme, ist gleichzeitig Unfreiheit der Anderen. Wie ist dieses Dilemma philosophisch-politisch aufzuhellen?
Podien (Einzelveranstaltungen)
Weiter Hoffnung haben - Ergebnisse und Perspektiven nach dem 2. Ökumenischen Kirchentag
Alternativlos: Ökumene! - Hoffnung für Kirche und Gesellschaft. Ein Nachdenken über Ergebnisse und Perspektiven nach dem 2. Ökumenischen Kirchentag. Der Blick in die Zukunft soll zwei Brennpunkte haben: Wie wird es um das kirchliche Miteinander stehen, welche theologischen Entwicklungen sind zu erwarten oder zu erhoffen? Und: Was erwarten Politik und Gesellschaft von den Kirchen?
Lesbisch-Schwule Lebensformen und Kirche
"... und das ist auch gut so!" Alltagserfahrungen in der Kirche: Ermutigungen. Heimat – Warum bin ich gerne in der Kirche? Was hält mich an der Kirche oder in der Gemeinschaft der Glaubenden?
Themenbereich 2 - Gesellschaft und Politik
Hauptpodienreihe
Staat - Markt - Gesellschaft: Wer steuert Deutschland?
Diese Hauptpodienreihe wird sich mit drei zentralen Punkten menschlichen Miteinanders beschäftigen. In welchem Verhältnis steht das Individuum zu Staat, Markt und Gesellschaft? Welche Einflussmöglichkeiten gibt es, Systeme zu beeinflussen? Aber auch die Frage nach dem Nutzen soll gestellt werden: geht es noch immer darum Miteinander zwischen Menschen in dieser Welt im Interesse aller zu gestalten oder haben die Institutionen eigene Ziele entwickelt?
Veränderungen im Verhältnis von Staat und Individuum werden beleuchtet und die Erwartungshaltung der Individuen an den Staat und andersherum erörtert und geprüft. Dabei geht es einerseits darum, zu verdeutlichen, dass ein Staat nur so gut wie seine Bürger sein kann und das Individuum so Verantwortung für die Gestaltung von Staat und Gesellschaft übernehmen muss. Andererseits: Wozu brauchen wir einen Staat? Was leistet er für uns und welche Aufgaben sollte er erfüllen? Schließlich soll auch die Frage gestellt werden, ob die repräsentative Demokratie sich in einer Formkrise befindet – ist eine Reform notwendig?
Welche Wirtschaft macht uns glücklich?
Wie sieht ein Wirtschaftsmodell aus, das dem Menschen dient und die Schöpfung bewahrt? Reicht das Leitbild einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft im Angesicht der Erfahrungen mit der wirtschaftlichen Globalisierung aus? Was muss zukünftig geändert werden, damit Wohlstand neu definiert wird und die Gesellschaft gerechter wird? Welche Vorschläge zur Veränderung des Wirtschaftssystems können dazu beitragen, dass wir uns zukünftig wohler fühlen und glücklicher sind – als Konsumenten, Unternehmer und Akteure dieser einen Welt?
Was die Gesellschaft zusammenhält
Was sind die Bindekräfte unserer Gesellschaft? An welchen Orten wird der Zusammenhalt sichtbar? Wo kann Verantwortung füreinander und für das Gemeinwesen übernommen werden? Wer organisiert den Zusammenhalt? Welche Rolle spielen unterschiedliche gesellschaftliche Institutionen? Was gefährdet den Zusammenhalt? Die Fragen sollen aus verschiedenen Perspektiven, zum Beispiel Kirche/Religion, Sport, Bildung/Familie, Architektur/Stadtteil und Kultur erörtert werden. Ein Blick auf Europa: Was können wir voneinander lernen? Was hält die Gesellschaft zusammen, was gefährdet den Zusammenhalt in anderen Ländern, zum Beispiel in Polen oder in Frankreich? Erfahrungen unserer Nachbarn. Traditionelle Bindekräfte erodieren, neue entstehen: Welche Integrationskraft hat die europäische Idee aus der Sicht des Individuums? Entsteht ein neuer Identifikationsrahmen oder eher das Gefühl von Entgrenzung, Unübersichtlichkeit, Unsicherheit? Wie hat sich das Interesse der Einzelnen an Europa entwickelt?
Zentren (mehrtägig)
Heimat – geliebt, missbraucht, erhofft?
Wo unsere Heimat ist... dieser Frage wollen wir uns einen Tag lang widmen: in einem Podium zu einem notwendigen Begriff, in Berichten zum Thema "Heimat verlassen und wiederfinden" und ganz konkret: Wie in Regionen Heimat neu gebaut werden kann: Literarische Fiktionen und praktische Versuche mutiger kirchlicher Projekte in vier Regionen. Auch die Probleme des Heimatbegriffs in Anbetracht des demografischen Wandels sollen in den Blick genommen werden.
Freiheit – Gewonnen, verspielt, gesucht
Ein Tag zu verschiedenen Aspekten der Freiheit. Podium mit anschließender Diskussion und Collage: Freiheit – Chancen und Probleme. Diskussion in Arbeitsgruppen, anschließend Ausstellung der Ergebnisse. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Frage nach Gleichheit und Sicherheit im Gegensatz zur Freiheit. Was gefährdet Freiheit – meine eigene und die anderer?
Horizonte - Kirche für andere sein
Ein Tag rund um das Thema Kirche und Freiheit mit zwei Blickrichtungen: das gesellschaftliche Mandat der Kirche ist, für andere da zu sein, Zeichen für Freiheit und für die Hoffnung zu setzen. Wie ist das heute umzusetzen? Servicekirche oder Beteiligungskirche? Zweitens: Kirche, die alle will – wie kann eine Gemeinde für alle da sein? Hat sie überhaupt noch diesen Anspruch?
Dieses Zentrum widmet sich verschiedenen Facetten von Kultur. Dabei treffen unabdingbar Begriffe wie Alltagskultur mit dem klassischen Kulturverständnis zusammen. Wo ist in diesem Kontext kulturelle Bildung anzusiedeln, was macht Erziehung und Bildung überhaupt? Und nicht zuletzt: an welchen Punkten und in welcher Rolle findet sich Kirche?
Die provokante These in Dresden: Was wie Barock aussieht, ist kein Barock. Stattdessen findet der "richtige" Barock an anderen Orten statt. Thematisiert werden soll der Unterschied zwischen einer offiziellen Stadtkultur und einer gelebten Szene. Ein szenisches Gespräch.
Klassik macht doof. Was ist kulturelle Bildung?
Gibt es eine individuelle Pflicht zur Bildung? Man wird nicht gebildet, sondern man bildet sich. Die Wissensgesellschaft scheint immer stärker eine spezifische kulturelle Bildung zu verlangen, die die Orientierung in der neuen Unübersichtlichkeit erleichtern soll. Doch was genau ist eigentlich kulturelle Bildung und wer bestimmt darüber? Was bedeutet lebenslanges Lernen? Wie entstehen Kompetenz und Handlungsfähigkeit und was ist Herzensbildung?
Der kulturelle Samariter – Stifter, Spender und Sponsoren
Diese Veranstaltung will zunächst informieren über den Beitrag privaten Sponsorings zur Kulturszene Deutschlands und den Beitrag zur Qualitätssicherung erörtern. Welche privaten Akteure sponsern in Deutschland Kultur? Aus welcher Motivation und mit welchen Mitteln und Projekten?
Kopieren oder Kassieren - Schöpfer geistigen Eigentums und ihre Rechte
In dieser Veranstaltung soll eine Auseinandersetzung mit der Frage nach der Identität des Künstlers und seiner gesellschaftlichen Ansprüche stattfinden. Wie individuell ist die Leistung eines Künstlers? Worauf baut er auf? Welche Rechte besitzt der Künstler an seinem Werk? Was soll oder muss die Gesellschaft ihm dafür zusprechen? "Eigentum verpflichtet" - welche Verpflichtungen hat wiederum auch der Autor?
"No child left behind" (George W. Bush) - Brandherd Bildung
Deutschland hat bei den bisherigen internationalen PISA-Vergleichsstudien unterschiedlich gut abgeschnitten. Das schlechte Abschneiden bei den ersten Studien lag unter anderem an der besonders großen Risikogruppe in Deutschland, d. h. Schülerinnen und Schülern, die nicht die unteren Kompetenzstufen erreicht haben. Ziel der Veranstaltung ist es, sich einmal ausführlich mit der so genannten Risikogruppe zu befassen.
Über die Stränge - Grenzen setzen und Grenzen suchen
Anhand pädagogischer Konzepte soll über Grenzen und Regeln debattiert werden. Das Begegnen der Grenzüberschreitung verdeutlicht sich anhand konkreter Projekte (Landerziehungsheim, "Segelndes Klassenzimmer").
Vom Krippenspiel zum Theatergottesdienst – Kulturkirche als Zukunftsmodell
Zwischen Kunst und Kirche gibt es gegenseitige Vorurteile. Die Veranstaltung will mit aktiver Einbeziehung der Besucher dem Klärungsprozess dienen. Wie steht es um die kirchliche Wahrnehmung von Kunst als eigenständiger Form der Interpretation von Welt? Warum ist es heute für Künstler nicht immer attraktiv, kirchliche Aufträge anzunehmen? Wie können zeitgenössische Kultur und traditionelle Kirchgemeindestrukturen zusammengebracht werden?
Taktstock und Trillerpfeife - über den Wert von Autorität
Autoritär strukturierte Projekte, wie das im Film "Rhythm is it!" dargestellte Tanztheater, laufen reformpädagogischen Grundsätzen zuwider. Dennoch erreichte das Projekt eine breite Anerkennung. Welches Verhältnis zu Autorität braucht Bildung? Das Thema Autorität soll als pädagogische Kategorie aufgearbeitet werden. Aus pädagogischer Sicht werden Sinn und Grenzen von Autorität aufgezeigt. Beispiele dazu können aus dem theaterpädagogischen Bereich im Dresdner Umfeld kommen.
Grundidee: Theater als Raum und Möglichkeit, Leben auszuprobieren. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie das Theater das Herz bildet. Zum Anfang soll eine Szene aus Max Frischs "Andorra" (Themen: Identität, Persönlichkeitsentwicklung, Druck durch die Umgebung auf ein Individuum) von Jugendlichen gespielt werden - dreimal hintereinander, mit jeweils unterschiedlicher Grundhaltung).
Nachdenken über das Christsein in einer Demokratie und die Rolle, die Kirche in ihr spielen kann. Aber auch darüber, welche politischen Botschaften Christinnen und Christen im Alltag leben dürfen und sollten.
Kuppelkreuz und Menschenkette – Das Religiöse im säkularen Raum
Wie kann Kirche in einem multireligiösen und säkularen Umfeld agieren? Welche Bilder können Kirchen der Gesellschaft präsentieren? Wie können religiöse Inhalte transportiert werden? Wie kann das Religiöse in einem Raum, der nicht mehr eine christliche Sprache spricht, sichtbar gemacht werden? Welche religiösen Symbole und Riten werden von der säkularen Bevölkerung verstanden und können für sie lebensdienlich sein?
Darf man Nazis konfirmieren? – Interaktives Planspiel zum Umgang mit Rechtsextremismus
Wo treten rechtsextreme Strömungen inmitten unserer Gemeinden auf? Wie können wir die Botschaft des christlichen Menschenbildes diesen Tendenzen entgegensetzen? Wie können Gemeindemitglieder mit bestimmten Situationen und Aussagen umgehen, wenn diese bei ihnen auftreten? Die Veranstaltung nutzt die Methode eines Planspiels, um sich dem Thema anzunähern. Teilnehmende sollen in "Fraktionen" einen "Antrag" (Problemfall) diskutieren, die Sichtweisen werden dann im "Plenum" des Parlaments eingebracht. In einer letzten Runde erfolgen eine Distanzierung vom Planspiel und eine Reflexion.
Wir sind das Volk – Chancen und Grenzen der Demokratie
Welche Lernorte, Partizipationsorte für Demokratie gibt es? Wie verändert sich die Rolle der Parteien? Wie ist die Rolle der Kirche als öffentlicher, zivilgesellschaftlicher Akteur einzuordnen? Von der Veranstaltung soll eine Ermutigung zu politischer Beteiligung in verschiedenen Ausformungen, z. B. Stuttgart 21 ausgehen.
Wer ist das Volk? – Herbst '89 in Dresden – Erfahrungen und Perspektiven
Was ist im Herbst 1989 und im Vorlauf dazu passiert? Die Veranstaltung sollte sowohl gegenwärtige Fragen einbeziehen, als auch einen starken Fokus auf Dresden legen. In der Veranstaltung zur Friedlichen Revolution sollen verschiedene Zeitzeugen befragt werden, es geht darum, Geschichte lebendig zu machen.
Demokratie lernen nach dem Kommunismus
Wie können die Erfahrungen aus der Zeit der Friedlichen Revolution, aus der Zeit der Umwälzungen von 1989 und danach an die junge Generation weitergegeben werden? Welche demokratischen Transformationsprozesse haben seit 1989 in den Ländern Mitteleuropas stattgefunden? In welchem Zustand befindet sich die Demokratie heute? Wo gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten? In einem Gespräch mit Schlüsselpersonen aus der Zeit um 1989 wollen wir die Ereignisse von damals in der Veranstaltung rekapitulieren, die letzten zwanzig Jahre analysieren und eine Zukunftsperspektive für die Demokratie in Mitteleuropa und Deutschland entwickeln.
Überzeugendes Zeugnis – Speed-talking
Menschen erzählen von ihrem Glauben und ihrem Engagement: Wie offen sind Christen für die Gesellschaft? Wie offen ist die Gesellschaft für die christliche Botschaft? Was ist der gestalterische Beitrag der Christen für die Gesellschaft? Wie kann Kirche einen Ort mitten in der Gesellschaft haben? Wie gehen Christen mit Macht und Machtmissbrauch um?
Ich mache mit! – Gelungene Partizipation und christliche Verantwortung
Zivilgesellschaftliche Akteure sollen vorgestellt und Partizipationsformen aufgezeigt werden. Was verstehen wir unter Partizipation? Welche gesellschaftlichen Beteiligungsformen gibt es? Welche neuen politischen Aktionsformen haben sich entwickelt? Wann sind Initiativen erfolgreich? Wann und warum übernehmen wir Verantwortung? Unter welchen Umständen ist dies nicht der Fall? Nach dem praktischen Teil sollen die gemachten Erfahrungen diskutiert werden. Außerdem soll eine Motivation zur Partizipation geboten werden.
Bilder des Glaubens - wie prägt das Christentum die Demokratie?
Wie beeinflussen ekklesiologische Konzepte die Demokratie? Wie prägt das Christentum die Demokratie? Was stellt die christliche Religion an "Bildern" zur Verfügung? Welche Beiträge oder Bilder sind für eine Demokratie konstitutiv? Welche Rolle spielt dabei der konziliare Prozess mit seinen Kernelementen Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung?
Von Herzen – mit Schmerzen. Die Generation 60plus – was sucht, was findet sie in der Kirche? Ein Forschungsbericht des Sozialinstituts der EKD untersucht 2010 Kirchenbindung und Spiritualität der über-60-Jährigen. Die Ergebnisse sollen vorgestellt und diskutiert werden. Die alternde Kirche identifiziert sich nicht gerne mit dem Alter, sie setzt auf die Jugend.
Älterwerden als Prozess und lebendige Geschichte
Demenz als gesellschaftliche Herausforderung
Auf dem Weg zu einer altenfreundlichen Gesellschaft sind Jung und Alt eingeladen, sich den besonderen gesellschaftlichen Herausforderungen der Demenz zu stellen. Zeit für einen Paradigmenwechsel, der jenseits des medizinischen Blickwinkels, auch zivilgesellschaftliche, humanitäre, ethische, soziale, politische und ökonomische Sichtweisen einschließt. In einem übergreifenden Impuls zum Thementag Demenz werden Projekte vorgestellt, die zum Nachmachen einladen.
Demenz: Was kann ich tun? - Kirchgemeinde und Diakonie sind gefragt
In dieser Veranstaltung soll ein Bogen gespannt werden von der spirituellen und ethischen Dimension von Demenz hin zu konkreten Projekten in Kirchengemeinden und Beispielen von Zusammenarbeit mit Heimen.
Demenz: Neues Miteinander in Kiez, Stadt, Land
Die bürgerschaftliche Dimension von Demenz: Anhand konkreter Möglichkeiten der Beteiligung und Mitgestaltung von Nachbarschaft wird aufgezeigt inwieweit bislang ein Bewusstseinswandel und eine Einstellungsänderung stattfinden. Es sollen Impulse für eine neue Kultur des Miteinanders gegeben werden, und konkrete Projekte und Beispiele, die zum Nachmachen einladen.
In einer sich verändernden Gesellschaft ändern sich auch die Lebensräume. Wie können wir unsere Lebensräume gestalten, um in ihnen würdig altern zu können? Können wir hierfür von anderen Bevölkerungsgruppen lernen? Welchen Beitrag können Politik, Gesellschaft und Kirche leisten? Welche Potenziale und Chancen bieten sich für unsere Lebensräume durch ältere Menschen?
Damit alle eine Hoffnung haben: Generationengerechte Alterssicherung
Die Zukunft des Generationenvertrages scheint zunehmend ungewiss. Nicht nur bei jungen Menschen mehren sich Zweifel, dass die Lasten zwischen den Generationen ungleich verteilt sind. In der Veranstaltung diskutieren vier Generationen über die Chancen einer generationengerechten Alterssicherung.
Mut und Wut – Altwerden ist nichts für Feiglinge
Alte Menschen gewinnen in Gesellschaft und Politik an Bedeutung durch ihren Mut zum Protest, durch ihr Engagement in Notlagen und als Moderatoren und Ombudsleute. Ihr Potenzial ist unverzichtbar, ihre Erfahrungen sind notwendig.
Arbeit ohne Ende - immer später in Rente? Erwerbsarbeit in der Gesellschaft des langen Lebens
Wie kann Arbeit altersgerecht gestaltet werden? Welche Veränderungen in der Arbeitsorganisation sind notwendig, um Menschen das Länger-Arbeiten-Müssen zu ermöglichen? Diskutiert werden soll auch das Verhältnis von Erwerbsarbeit zu anderen Arbeitsformen, zum Beispiel Familienarbeit und ehrenamtlicher Tätigkeit, wie auch das Recht auf Muße.
Foren (eintägig), Podien und Abendreihen
Forum Das Kreuz mit der Arbeit
Ein Blick in die Alltagsrealität heutiger Gesundheitsversorgung – mit ihren guten wie mit ihren schlechten Seiten – soll zur Frage nach Visionen für ein Gesundheitssystem von morgen führen. Maßstab ist "Gesundheit für alle!". Was ist wünschens- und erstrebenswert? Dabei geht es nicht in erster Linie um das Maximale, sondern um das, was medizinisch-wissenschaftlich, ethisch, sozial, politisch und wirtschaftlich verantwortet werden kann und geboten ist. Auch Zielkonflikte müssen zur Sprache kommen – zwischen den Erfordernissen von Individuum, Gesellschaft und medizinischem System. Was können Medizin und Versorgung leisten, wofür sind andere zuständig?
Ist Gesundheit in Deutschland wirklich für alle ein erreichbares Ziel? Wie entsteht gesundheitliche Ungleichheit, und wie kann das Gesundheitssystem darauf reagieren? Angesichts medizinischer und technischer Möglichkeiten sowie politischer, ethischer und finanzieller Begrenzungen – und in der Spannung zwischen Solidarprinzip und Eigenverantwortung: Wie sähe eine Versorgung aus, die allen gerecht wird? Was ist überhaupt erstrebenswert? Und was ist (noch) realisierbar?
Scheinfreiheit – Zwänge und Chancen für Studierende
In der Veranstaltung soll der Status quo der Studierenden an Universitäten und Hochschulen beleuchtet und analysiert werden. Welche Freiräume haben Studierende heute, welchen Zwängen und Beschränkungen sind sie unterworfen und wie geht die Generation mit dieser Situation um? Internationalisierung, Studiengebühren und der Bologna-Prozess wirken sich genauso wie der veränderte Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen (Generation Praktikum etc.) und sich verändernde gesellschaftliche Prozesse auf die äußerlich-organisatorischen und erlebten-innerlichen Rahmenbedingungen von Studierenden und ihre individuellen Studienlaufbahnen aus. Welchen Problemen und Herausforderungen begegnen die heutigen Studierenden? Welche Möglichkeiten haben sie, damit umzugehen, welche Freiräume ergeben sich und welche nehmen sie sich?
Das Studieren der Anderen - oder "Zimmer frei"
Woher kommen wir? Wo stehen wir? Wo gehen wir hin? Ziel der Veranstaltung ist es, zunächst an Zeitzeugen-Gesprächen Einblicke in verschiedene Lebensläufe und Bildungsbiografien aus verschiedenen Generationen zu geben. Anhand ausgewählter Schicksale soll das Lebensgefühl und die Besonderheiten der jeweiligen Studentenzeit aufgezeigt werden. Dabei geht es nicht um die Bewertung, wer es im Studium vermeintlich leichter oder besser hatte. Vielmehr geht es darum einen geschärften Blick in verschiedenen Generationen zu gewinnen und dabei nach Parallelen und Unterschieden Ausschau zu halten. In Anlehnung an die Sendung "Zimmer frei" (WDR) suchen zwei heute Studierende für ihre Wohngemeinschaft potenzielle Mitbewohner/innen ...
Forum Natur- und Technikwissenschaften
Das Herz reparieren - Was kann Regenerative Medizin?
Die Wiederherstellung von Zellen durch Regenerative Medizin eröffnet neue Behandlungsfelder. Aus Gewebezüchtung und der gezielten Steuerung körpereigener Reparaturprozesse ergeben sich Therapieansätze, die Heilungschancen steigern sollen. Auch zur Behandlung unheilbarer Krankheiten scheinen neue Zugänge möglich. Welche Fortschritte verzeichnet Regenerative Medizin bei Organtransplantationen? Wie entwickeln sich Tissue Engineering und Gentherapie?
Geo-Engineering - Die Erde als Versuchslabor?
Diese Veranstaltung wendet sich den großtechnischen Konzepten, die das Klima regulieren sollen zu. Dabei gilt es, verschiedene Faktoren zu bedenken - etwa die Einflussnahme an der Lufthülle oder am Meer, die Folgenabschätzung und Bewertung sowie ethische und theologische Implikationen.
Technik zwischen Himmel und Erde
Ziel der Veranstaltung ist, die Beziehung und Schnittstellen zwischen Technik und Religion auszuloten. Dabei dreht es sich unter anderem um unternehmerische Verantwortung für Zukunftsfragen, die Frage nach Technik als Religionsersatz und den religiösen Nährboden der Technik.
West-Eastern Divan - Poesie befreit Religion
In the Mirror of Wine – Mit Sufi-Gedichten durch die Religionen
Time for Dialogue – Begegnung christlicher und muslimischer Gesänge
Podien (Einzelveranstaltungen)
Mitmach-Demokratie oder Dagegen-Republik
Wie ist der Zustand und die Zukunft der Beteiligungsdemokratie? Die Kämpfe um Stuttgart 21 sind nicht das einzige Beispiel dafür, dass es zwar Verfahren der Bürgerbeteiligung gibt, aber gleichzeitig ein hohes Ma? an Intransparenz auf Seiten der politischen Mandatsträger existiert. Die Veranstaltung möchte Schlaglichter auf Beispiele kommunaler Beteiligung werfen und auf kommunalpolitische Ebene die Frage debattieren, ob Bürgerinnen und Bürger sich tendenziell gegen Veränderungen entscheiden, oder ob sie zu konstruktivem Mitdenken, zur Qualitätsverbesserung politischer Entscheidungen bereit sind. Die Veranstaltung wird in Deutschlandradio Kultur (in Dresden auf UKW 93,2) übertragen.
Einerseits sind die Ressourcen und Rohstoffe endlich. Ihr Abbau ist nicht nachhaltig. Andererseits ist Nachhaltigkeit aber in Zeiten des Klimawandels eine allgegenwärtige Anforderung, der sich Wirtschaft und Politik stellen müssen. Zugespitzt gefragt geht es um die Frage: In welcher Höhe werden ökologische und soziale Folgekosten in Kauf genommen, wenn uneingeschränkt Bergbau betrieben wird? Diese Fragen sollen am sächsischen Kontext beispielhaft diskutiert werden und die Dilemmata, in die Wirtschaft und Politik geraten, deutlich werden. Die DDR-Zeit soll dabei nicht ausgeklammert werden, weil die Folgen des Bergbaus in ökologischer und sozialer Hinsicht noch heute spürbar sind, sowohl die des Uranbergbaus als auch des Braunkohletagebaus.
Warum Kirche zu Menschenfeindlichkeit nicht schweigen kann
Welche Gestalt und Verbreitung hat Rechtsextremismus heute? Was ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und welche unterschiedlichen Kategorien gibt es? Was sind die Erfahrungen mit Rechtsextremismus in der heutigen Gesellschaft? Was können wir aus Ereignissen der Vergangenheit lernen? Die Veranstaltung will für Wahrnehmung von Alltagsrassismus sensibilisieren. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit soll als ein Phänomen aus der Mitte der Gesellschaft wahrgenommen werden. Das Spannungsfeld Kirche und Rechtsextremismus soll in der Veranstaltung diskutiert werden.
Themenbereich 3 - Welt und Umwelt
Hauptpodienreihe
Was macht das Brot an der Börse? - Globale Märkte und die Zukunft des Essens
Im Rahmen der Veranstaltung soll das Thema "Spielregeln globalen Wirtschaftens" am Beispiel von Lebensmitteln exemplarisch diskutiert werden. Welche Spielregeln sind für Agrarmittelproduktion und Vermarktung wichtig?
Kaputt wachsen - gesund schrumpfen?
Beim Bremer Kirchentag 2009 antwortete Altkanzler Helmut Schmidt auf die Frage, "ob es eine Wirtschaft ohne Wachstum geben könne" mit einem kategorischen "Nein". Dem Menschen sei es innewohnend, dass er immer mehr haben wolle und nur so eine wachsende Weltbevölkerung überleben könne. Hat Helmut Schmidt recht? Was für ein Wachstum möchten oder brauchen wir? Die Veranstaltung will die aktuelle Debatte um Wirtschaftswachstum aufgreifen und mit einem breiteren Publikum diskutieren. Das Für und Wider von Wirtschaftswachstum sollte diskutiert werden, um dann in einem zweiten Schritt die Perspektiven und Folgen einer Abkehr von Wirtschaftswachstum für Nord und Süd zu diskutieren.
Black Box Finanzmarkt – Moralische Widersprüche im Geldgeschäft
Welche Rolle spielt der Mensch in der Finanzwirtschaft? Welche Rahmenbedingungen kann die Politik der Finanzbranche setzen? Wie lässt sich eine politische Kontrolle in der Finanzwirtschaft herstellen? Wie können wir unser Handeln verantworten? Welche Kräfte müssen wirken, um die bestehende Situation zu verändern? Wieso wird manches subventioniert? Warum erhalten Menschen, die betrogen wurden, keine Hilfe? Wieso ist die Gesetzeslage nicht nachvollziehbar oder unfair? Sollen bestimmte Finanzprodukte verboten werden? Warum gibt es keine Kräfte, die wirken, um die nächste Krise zu verhindern? Finanzmarkt ohne Menschen: computergestützte Märkte – wer trägt die Verantwortung?
Zentren (mehrtägig)
Das Zentrum Mittel- und Osteuropa knüpft an die Tradition der Christlichen Begegnungstage an, die seit der politischen Wende als ökumenisches Treffen vor allem zwischen Christen aus Tschechien, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Polen und Ungarn stattfinden. Gemeinsam werden – über sprachliche Barrieren hinweg – Erfahrungen aus den Ländern geteilt und ausgetauscht und die individuellen Herausforderungen diskutiert, aber auch Perspektiven der Zusammenarbeit entwickelt.
Kirchliche Partnerschaften in Mittel- und Osteuropa: kritische Reflexion und Perspektiven
In dieser Veranstaltung sollen die Vielfalt der kirchlichen Partnerschaften wahrgenommen, Erfahrungen kritisch reflektiert und Perspektiven aufzeigt werden. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Was bedeutet Partnerschaft auf Augenhöhe? Worin sehen wir die Aufgaben einer Partnerschaft? Wie haben sich Partnerschaften nach 1989 in Mittel- und Osteuropa verändert? Welche Schwerpunkte setzen einzelne Organisationen? Wie kann man Partnerschaften lebendig halten? Wie können Einzelne an Partnerschaftsarbeit partizipieren? Neben interaktiven Elementen soll im Rahmen dieses Podiumsgespräches auch ein Kompendium der beteiligten Kirchen des Begegnungszentrums vorgestellt werden.
Die teilnehmenden Kirchentagsbesucher sollen miteinander ins Gespräch kommen und sich über ihre eigenen Erfahrungen austauschen. Zu Beginn der Diskussion steht ein Interview mit zwei Zeitzeugen aus der friedlichen Revolution. Der Begriff der Freiheit vor dem Hintergrund des Umbruchs 1989/90 steht im Mittelpunkt: Was ist aus unseren Vorstellungen von Freiheit geworden? In einer zweiten Runde soll im Besonderen die gegenwärtige Situation in den Blick genommen werden: Wo ist die Kraft von damals geblieben, wie können wir uns von der Erinnerung an 1989 und das damals Erreichte heute für gesellschaftspolitische Engagement mobilisieren lassen? Was treibt uns heute noch zu Demonstrationen auf die Straße?
Zugang zu Geschichte: Erinnern und Versöhnen
Lust auf Partnerschaft? – Konkrete Schritte zur Partnerschaft von Gemeinden und Gruppen
In dieser interaktiven Veranstaltung soll ein Informations- und Erfahrungsaustausch zum Thema kirchliche Partnerschaften stattfinden und zur Partnerschaftsarbeit motiviert werden. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Was wünschen Sie sich bei/von einer Partnerschaft? Was können und wollen Sie selbst zu einer Partnerschaft beitragen? Welche Partnerschaftserfahrungen machen Mut? Welche Unterschiede gibt es in der Partnerschaftsarbeit zwischen den einzelnen Ländern? An "Ländertischen" sollen Erfahrungsträger und Interessierte miteinander ins Gespräch kommen.
Bewahrung der Schöpfung als gemeinsame Aufgabe
Welche Verbindung besteht zwischen dem theologischen Schöpfungsgedanken, wie er sich in dem "Tag der Schöpfung" inzwischen niederschlägt, und der Schöpfungsverantwortung? Welche unterschiedlichen Facetten von Schöpfungstheologie und Schöpfungsverantwortung werden in den einzelnen Kirchen deutlich? Wie können wir einen Dialog zu diesen Fragen in Mittel- und Osteuropa verstärken? Konkrete Bezüge und Handlungsperspektiven werden durch einen Praxisblock eröffnet.
Filmvorführung "Running Start" (Weißrussland 2009) und anschließende Diskussion
Kirche und Staat - wer versteht die Gesellschaften Mitteleuropas?
Auf dem Podium sollen Politiker/innen und Kirchenleitende über das Verhältnis von Kirche und Staat und die unterschiedliche Situation in den Ländern Mitteleuropas und Deutschlands miteinander ins Gespräch kommen.
Ökumene - das ist auch meine Geschichte. Erfahrungen, die Mut machen
Ökumenische Themen sind oftmals eng verbunden mit der eigenen Lebensgeschichte. Welche Erfahrungen und Begegnungen habe ich gemacht? Wie sind ökumenische Themen zu zentralen Fragen meines Lebens geworden? Welche Geschichten kann ich anderen erzählen und weitergeben? Auf welche Weise habe ich dadurch meinen eigenen Horizont erweitert? In einem interaktiven Format sollen ökumeneinteressierte Menschen miteinander ins Gespräch kommen. An Tischen sitzend und in verschiedenen Gesprächsrunden hören die Teilnehmenden die Geschichten anderer und kommen miteinander ins Gespräch. Einige Impulsgeber werden zu der Veranstaltung eingeladen, so dass sie die Tischgespräche mit ihren besonderen Ökumeneerfahrungen bereichern können.
Die Situation von Minderheitenkirchen in Mittel- und Osteuropa
In dieser Veranstaltung sollen Konzepte jenseits des Wirtschaftswachstums diskutiert werden. Was bedeutet es konkret, über eine Post-Wachstumsgesellschaft nachzudenken? Lässt sich ein tragfähiges Wirtschaftsmodell entwickeln, das nicht am Wachstumsprinzip ausgerichtet ist? Die gesellschaftliche Dimension von nachhaltigen Konzepten soll verdeutlicht werden. Was bedeutet ein Green New Deal heute und wir kann er aussehen? Was bedeutet fair-teilen in einem modernen Wirtschaftssystem? "Wir wachsen weiter, aber anders!"
Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Was macht lebenswerte Städte in der Postwachstumsgesellschaft aus? Wie gestalten sich Städte im rechten Maß und lebenswerte Umwelt?
Elbekirchentag: Alles fließt - was wird aus der Elbe?
Die Elbe ist einer der größten noch relativ frei fließenden Flüsse in Deutschland (600 der ca. 1000 Kilometer sind nicht kanalisiert) und ist Zentrum eines Interessenkonfliktes zwischen den Schifffahrtsämtern, den Hafenbetreibern und Schiffeignern gegenüber Bürgerinitiativen, Tourismus- und Naturschutzgruppen. Um den Fluss industriell und wirtschaftlich zu nutzen, müsste er eine ganzjährige Befahrbarkeit bei 1,60 Meter Fahrrinnentiefe garantieren. Die sieben elbanliegenden evangelischen Landeskirchen haben im Jahr 2010 eine "Elberklärung" unterzeichnet, die eine ressortübergreifende Planungsgruppe von Bundes- und Landesbehörden, sowie Interessenverbänden und Organisationen zur Entwicklung eines Gesamtkonzeptes Elbe zum Ziel hat. Sie weist auch auf heutige Problembereiche, etwa die Sohlenerosion, hin. Das Dresdner Elbtal wurde 2009 durch den begonnenen Bau der Waldschlösschenbrücke von der Liste der Welterbestätten gestrichen. Wie kann man den Wert von Natur und Lebensraum deutlich machen und kann nicht das Interesse der Wirtschaft politisch begrenzt werden, damit nicht noch weitere – zum Teil unwiederbringliche - Zerstörungen von Natur und Lebensraum abgewendet werden?
Die internationale Klimapolitik befindet sich nach der Klimakonferenz von Kopenhagen in einer Krise: Das erhoffte umfassende und verpflichtende UN-Klimaabkommen ist derzeit nicht absehbar. Damit eine Erhöhung der globalen Mitteltemperatur um mehr als zwei Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts noch verhindert werden kann, müssen in der internationalen Klimadiplomatie innerhalb weniger Jahre entscheidende Weichen gestellt werden. Der UN-Prozess muss zentral bleiben. Derzeit kann die EU aber nur von außerhalb und mit interessierten Partnerstaaten eine politische Dynamik im Verhandlungsprozess erzeugen (Klimaaußenpolitik). Dafür müssen Politik und Zivilgesellschaft in Europa eine selbstbewusste Führungsrolle einnehmen und weltweite Allianzen mit ausgewählten Klimapionierstaaten eingehen (Vorreiterkoalitionen). Mit dem Fokus auf "erneuerbare Energien" soll diskutiert werden, wie es gelingen kann, einen internationalen Wettbewerb um Ausbauziele für erneuerbare Energien (sowie Energieeffizienz, Energieeinsparen) zu initiieren. Wie kann der UN-Prozess wieder belebt werden und welchen Beitrag dafür können und müssen Kommunen, Zivilgesellschaft und Kirchen leisten?
Die globalisierte Welt wurde und wird von ökologischen, politischen und ökonomischen Krisen erschüttert. Die Komplexität und Dynamik dieser Krisen scheint die politisch Verantwortlichen zu überfordern. Der Fokus der aktuellen Politik liegt auf der Wirtschafts- und Finanzkrise, während etwa Fragen des Klimawandels und der Ernährungssituation sekundär sind. Während viele internationale politische Institutionen (UNO) mit den globalen Entwicklungen kaum Schritt halten können, wird nationale Politik immer stärker von ökonomischen Interessen bestimmt. Welche Gestaltungsmacht hat die Politik auf internationaler Ebene (Global Governance)? Wer regiert wie? Sind alle Akteure noch Herr des Verfahrens? "There is no alternative" (TINA): Was kann man trotz zunehmender Machtlosigkeit tun? Welche Akteure treffen in welchen Konstellationen verbindliche Entscheidungen für andere? Wie kommen wir auf internationaler Ebene zu nachhaltigen Regulierungen/Lösungen für die globale Weltgesellschaft?
Wer bestimmt die Energiepolitik?
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den Akteuren und Entscheidungsprozessen im Bereich der Energiepolitik (Schwerpunkt Atomenergie). Dabei soll ein Überblick über die Ausgangssituation gegeben werden und Problemfelder aufgezeigt werden.
Ernährung Macht Armut - ... doch die anderen leben, und sie leben nicht schlecht
Die Veranstaltung soll in den an diesem Tag im Zentrum Globalisierung und Umwelt zu entfaltenden Themenkomplex im Sinne einer Grundlegung oder eines "ABC der Welternährung und internationalen Gerechtigkeit" einführen. Dabei soll zunächst in einem Einführungsvortrag eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation in diesem Themenfeld erfolgen. Dazu sollen die derzeitigen Brennpunkte der Welternährung identifiziert und möglichst neutral dargestellt werden, sowie Wissen über den derzeitigen Stand vermittelt werden. In einem zweiten Schritt sollen vom Einführungsvortrag insbesondere die derzeitigen Konfliktlinien in den genannten Bereichen nachgezeichnet werden und erläutert werden, welche Rolle und Verantwortung den einzelnen Playern (Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kirche, jeder einzelne) sowohl für das Problem als auch für dessen Lösung zukommt. Danach soll eine andere Möglichkeit zur Lösung der globalen Ernährungsfrage aufgezeigt werden.
Freiheit von Not – soziale Grundsicherung in einer globalisierten Welt
Die Veranstaltung soll die vielfältigen Ursachen der gegenwärtigen Zunahme von Armut und Ungleichheit in Deutschland wie auch in Entwicklungsländern diskutieren. Dabei sollen nach einer kurzen Verständnisklärung ("Was ist Armut? Was verstehen wir darunter?") zunächst die derzeitigen Ausprägungen und Dimensionen von Armut in den Blick kommen. In einem nächsten Schritt sollen Armutsursachen näher betrachtet werden. Danach sollen das Lösungspotenzial und die Grenzen einer völkerrechtlich legitimierten und verfassungsrechtlich fundierten Grundsicherung als Bestandteil der globalen Sozialpolitik vorgestellt und diskutiert werden.
Fleisch in Massen - Fleisch in Maßen. Wie Konsum Welternährung und das Klima beeinflusst
Wenn das Land knapp wird - das Wettlaufen zwischen Teller, Tank und Tod
Die Veranstaltung soll in die Thematik der neuen Landnahme ("land-grabbing") einführen. Welche Auswirkungen hat die Kombination von Privatinvestitionen in Entwicklungsländern und unserem Energiehunger im globalen Norden? Wer verliert, wenn die Agrarwirtschaft sowohl für Nahrung als auch für Energie produzieren muss?
Pflicht zum Krieg - Recht im Krieg. Zur völkerrechtlichen Grundlage von Interventionen
Was muss bei Interventionen bedacht und eingehalten werden? Welche völkerrechtlichen Grundlagen gibt es für Interventionen? Gibt es ein Recht auf Intervention? Fragen nach der Legalität des Führens eines Krieges ("ius ad bellum") sollen hier diskutiert werden. Responsibility to protect (R2P) – gibt es Situationen, in denen die staatliche Souveränität aufgehoben werden muss? Im zweiten Teil der Veranstaltung soll der rechtliche Rahmen im Einsatz im Mittelpunkt stehen ("ius in bello"). Welche Regeln des humanitären Völkerrechts gelten während der Einsätze?
Schaffen militärische Interventionen Frieden?
Was sind die Grundprinzipien von Intervention? Was bedeutet Einmischung bzw. Nicht-Einmischung? Verschlimmern oder verbessern Interventionen eine gegebene Situation? Gibt es einen gerechten Krieg/Frieden? Diskussion um Intervention: Prävention als Alternative zur Intervention, politische Intervention, nicht-militärische Konflikt-Nachsorge, völkerrechtliche Fragen. Welcher Friede für Afghanistan? Die Situation in Afghanistan soll beispielhaft beleuchtet und diskutiert werden. Die Veranstaltung soll sich insgesamt aber der Frage der Interventionen allgemein widmen, sondern ein differenziertes Problembewusstsein entstehen zu lassen. Dafür wird nicht nur über, sondern auch mit den Betroffenen aus den Interventionsregionen gesprochen werden.
Schwamm drüber - alles Versöhnung?
In dieser Veranstaltung soll sowohl aus der konkreten Versöhnungsarbeit berichtet, als auch die dahinterstehenden Konzepte beleuchtet werden. Wann kann Versöhnung gelingen? Reicht nicht die Beendigung eines Konflikts und Regeln des Miteinanders für eine friedliche Koexistenz aus, ist Versöhnung nicht ein zu hoher Anspruch? Anhand von zwei Länderbeispielen (Deutschland: Diktatur in einem Land und Aufarbeitung, Südafrika: Apartheidsregime) sollen unterschiedliche Verständnisse von Versöhnung verdeutlicht werden.
Liturgischer Abend - Ehre sei Gott und Friede auf Erden
Eine Woche vor dem Kirchentag findet in Jamaika die Internationale ökumenische Friedenskonvokation (IöFK) als "Erntedankfest" der Dekade zur Überwindung von Gewalt statt. Die dort gewonnenen Impulse sollen lebendig in den Kirchentag eingespeist und die Erfahrungen weitergegeben werden. Texte aus der Erklärung zum Gerechten Frieden, unterlegt mit Musik und Bildern zum Thema. Kurzinterviews mit Akteuren aus den vier Themenbereichen der IöFK: Frieden – in der Gesellschaft, mit der Erde, auf den Marktplätzen, zwischen den Völkern. In einem Teil der Veranstaltung findet ein Feierabendmahl zu Kapitel 21 aus dem Johannesevangelium statt.
Schaffen Waffen Sicherheit? - Auswege aus der Rüstungsdynamik
Die Unterschiede von Binnen- und Außensicht auf die Zusammenhänge zwischen Sicherheit, Entwicklung und Frieden sollen verdeutlicht werden. These: Die Binnensicht stellt die Wirkung von Sicherheit/Frieden in den Vordergrund (z.B. sicherer Schulweg, sichere Wege in andere Orte mit Märkten und Krankenhäusern), während die Außensicht eher die Herstellung von Sicherheit problematisiert. Wessen Sicht dominiert? Welche Anforderungen ergeben sich für die Koordination/politische Zielstellung von Interventionen für die Herstellung von Sicherheit? Wie können wir wissen, was das Adäquate ist? In jedem Fall ergeben sich daraus Grenzen der Übertragbarkeit von Lehren von einem Fall auf den anderen. Nach einer Darstellung des Konzepts zur vernetzten Sicherheit, werden verschiedene Sichtweisen aufgegriffen, kontrastiert und kombiniert. Eine Frage dabei ist, wie in Krisen sichere Verhältnisse erreicht werden können.
Gerechter Friede – eine Utopie?
In dieser Veranstaltung sollen verschiedene Friedenskonzepte vorgestellt und diskutiert werden. Dabei sollen die jeweiligen Konzepte insbesondere im Hinblick auf Krieg und Frieden sowie im Kontext globaler Gerechtigkeit analysiert werden. Im Fokus des Interesses steht die Frage, wie man dem Krieg entgegentreten und für Gerechtigkeit sorgen kann. Ziel ist es, die Konzeption des gerechten Friedens aus der Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) anderen Ansätzen gegenüberzustellen und zu verorten. Zunächst sollen zwei verschiedene Zugänge zur Rolle von Religion auf dem Weg zum gerechten Frieden vorgestellt werden. In wieweit können sich die Religionen auf verbindende und verbindliche Normen und Werte sowie Maxime elementarer Menschlichkeit einigen? Welche Rolle spielen sie für das Erreichen friedlicher Lösungen? Sind die einzelnen Weltreligionen unterschiedlich gewaltbereit und friedensfähig? Sind gewisse (tiefen-)kulturelle Erkenntnisse über die jeweilige Gesellschaft notwendig, um auf gewaltfreie Konflikttransformationen hinzuwirken? Kann die gezielte Aufdeckung einzelner Konflikt-Ebenen die Konfliktbearbeitung weiter vorantreiben?
China in Afrika – Echte Freundschaft oder kalter Profit?
Das globale wirtschaftliche und politische Umfeld für afrikanische Länder ändert sich durch die Aktivitäten Chinas und anderer Länder auf dem Kontinent rapide. Wie können afrikanische Staaten diese Veränderung konstruktiv für "Entwicklung" nutzen? Welche Strategien schlagen Afrikaner für ihren Kontinent, ihre Länder und Völker vor? Welche Beispiele gibt es – im positiven wie im negativen Sinne? Gegenstand der Veranstaltung soll es sein, den sich wandelnden Kontext darzustellen, anhand von konkreten Beispielen afrikanische Lösungsansätze und Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft den Weg vorwärts gewandt zu diskutieren. Existierende Stereotype über die (Unter-)Entwicklung Afrikas oder den Einfluss von Schwellenländern auf dem Kontinent sind zu hinterfragen. Das Podium soll zu einem besseren Verständnis der Vielschichtigkeit und Dynamik der afrikanischen Gesellschaften und Eliten beitragen.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen folgende Elemente: Zunächst erfolgt eine Analyse und Diskussion der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage im Südsudan nach dem Referendum bzw. der unilateralen Unabhängigkeitserklärung um dann den Fokus auf die in der Medienberichterstattung kaum vorkommenden Alltagsrealitäten der Menschen im Sudan zu richten, vor deren Hintergrund die politischen Entwicklungen verständlicher werden. Anschließend soll die politische Situation im Sudan und die Rolle der Kirchen dargestellt werden. Schließlich soll eine Einschätzung der aktuellen politischen Lage vorgenommen werden, und die Rolle von Kirchen, anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren, Nachbarstaaten und der internationalen Gemeinschafterörtert werden.
Das Bodenpersonal Gottes in Aktion – Kirche und Zivilgesellschaft in Afrika
Kirche als Teil des Problems – Kirche als Teil der Lösung. Die Rolle der Kirche(n) für Demokratie und Gesellschaft in Afrika: Darstellung negativer und positiver Auswirkungen kirchlichen Engagements in afrikanischen Gesellschaften. Welche Rolle sehen afrikanische Kirchen für sich in ihren Gesellschaften? Welche Visionen entwickeln afrikanische Kirchen für ihre Gesellschaften? - theologische und gesellschaftliche Frage/Perspektive. Was machen Kirchen in Deutschland in Bezug auf Afrika (theologische Ausbildung, Missionswerke etc.)?
Foren (eintägig), Podien und Abendreihen
Podienreihe Steuergerechtigkeit
Gebt dem Kaiser...? - Über Staat, Steuern und Gerechtigkeit
Bestandsaufnahme – was und wie besteuern wir heute? Wie könnte ein Steuersystem 2025 aussehen? Was wollen wir voneinander? Wie schlägt sich das in Steuern in der Gesellschaft nieder? Welche Möglichkeiten der Steuerhinterziehung entstehen durch Globalisierung? Welche Möglichkeiten haben nationale Gesetzgeber, um Steuerflucht zu verhindern?
Global besteuert! – Über Steuerpflicht, Steueroasen und Finanztransaktionssteuern
1. Block: Ethisch-politische Dimension: Welche Möglichkeiten der Steuervermeidung gibt es für Unternehmen und Einzelne? Wie gelingt es großen Unternehmen, ihre Steuerbelastung auf sehr niedrige Summen zu reduzieren und was bedeutet das für die betroffenen Staaten? Welche Möglichkeiten haben nationale Gesetzgeber, um dies zu verhindern? 2. Block: Besteuerung auf supra-nationaler Ebene: Globale Besteuerung – Wie kann etwas national bleiben, wenn Waren etc. global verteilt werden? Politische Ebene: Wer ist der Steuergesetzgeber, wer ist Steuereintreiber bei internationaler Besteuerung? Wer ist der Staat über den Staaten? Podienreihe Migrationskirchen
Auf die Plätze – Heimat – los! – Gespräche jenseits von Grenzen
Der Heimatbegriff soll inhaltlich und erfahrungsbezogen diskutiert werden. Was bedeutet Heimat in transnationalen Lebenswelten? Heimat in Zeiten der Globalisierung? Cross Cultural Kids, Third Culture Kids – Was bedeutet es heutzutage zwischen den Welten aufzuwachsen? Erfahrungen: Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Herz? Woran hängt mein Herz? Wie viele Heimaten verträgt mein Herz? Wie bin ich in der neuen Heimat angekommen? Welche Rolle hat der Glaube gespielt? Kirche als Heimat: Welche Rolle spielen Migrationsgemeinden in der Integration? Was können Migrationskirchen leisten? Sind sie eine Brücke zur Gesellschaft? Welche Bedeutung haben Kirchen und Gemeinden bei der Heimatfindung?
Fremd und fromm - theologisches Nachdenken über die Vielfalt des Christseins
In der Veranstaltung sollen Unterschiede theologischer Sichtweisen und liturgisch-gottesdienstlicher Praxis zwischen Migrations- und landeskirchlichen Gemeinden wahrgenommen, aber auch gemeinsame Grundlagen verdeutlicht werden. Ein Blick auf beide Welten: Wie können Migrations- und landeskirchliche Gemeinden voneinander profitieren? Wohin können beide Kirchen gehen? Wie entdecken wir die geistlichen Schätze? Was ist durch das Miteinander der Traditionen geistlich anders: was ist lebendiger, wichtiger geworden? Wo findet die geistliche Begegnung mit Jesus Christus in unserer Tradition statt? Wie verstehen wir gemeinsam eine Gemeinschaft der Christen – wie können Gemeinden offen und einladend sein? Wir können Landeskirchen – geistlich gesehen – die internationale Herausforderung besser berücksichtigen?
Die Teilnehmer/innen an dieser Veranstaltung sollen auf eine kleine Weltreise genommen werden und Einblick in die Möglichkeiten der Begegnung von Landes- und Migrationskirchengemeinden bekommen. Sie sollen ermutigt werden, die Migrationskirchen in ihrer Umgebung zu entdecken.
Podien (Einzelveranstaltungen)
Gibt es eine gemeinsame Zukunft in den europäisch-arabischen Beziehungen? Welches sind zentrale, prioritäre Themenfelder für den europäisch-arabischen Dialog? Welche Rolle spielen die Religionen bei den europäisch-arabischen Beziehungen? Lässt sich ein Anforderungsprofil an die Religionen entwickeln? Was verbindet uns auf praktischer Ebene? Wie werden in der jeweiligen Gesellschaft Partizipationsmöglichkeiten für religiöse Minderheiten geschaffen? In welcher Situation befindet sich die junge Generation – wie müsste sie vorbereitet werden, um sich für europäisch-arabische Beziehungen einzusetzen? Welche Rolle spielt dabei Bildung? Was bekommen junge Menschen von der jeweils anderen Religion im eigenen Land mit? Wie wirkt das, was in den Medien an Bildern von den anderen produziert wird, auf die Möglichkeiten eines europäisch-arabischen Dialogs? Welche Bilder müssten wir vermitteln, damit der Dialog gelingt?
Zielgruppenangebote
Zentren (mehrtägig)
Kinder
Das Zentrum Jugend des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentags hat eine Fülle von thematischen, spirituellen, kulturellen und sportlichen Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene rund um das Thema "Puls" in seinem Programm. Auch die Reflexion der Jugendarbeit wird an mehreren Stellen thematisiert.
Mehr zum Zentrum Jugend
Das volle Leben! Frauen und Arbeitswelten in Ostdeutschland
Wie leben Frauen hier und was ist evtl. anders? Welche Arbeitswelten gibt es, welche Vor- und welche Nachteile erwachsen aus ihnen für Frauen? Welchen Problemen sehen sich Frauen hier gegenüber?
Bedroht Gender Mainstreaming das Familienleben? Streit um Begabungen und biologisches Geschlecht
Aspekte der Debatte betreffen die juristische Dimensionen von Gender Mainstreaming, Beispiele der praktischen Umsetzung in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Unternehmensführung, Stadtplanung und Kulturplanung. Außerdem geht es um Genderdebatten in Sachsen, um die Bipolarität der Geschlechter als Legitimation von Festlegungen und Ausgrenzungen, um Genderkritik von rechts sowie um die Schöpfungsgeschichte und Gender.
Wie viel Frau verträgt das Pfarramt? - Podium zu aktuellen Entwicklungen und Verunsicherungen
Was sind Aspekte der Quote am Beispiel des Lutherischen Weltbundes? Pfarrerinnen steigen ein, Männer werten ihre Arbeit ab und bewerten diese als schädlich für die Theologie. Wie gehen wir damit um? Was passiert, wenn Frauen in Berufe einsteigen, die von Männern dominiert werden? Wie schaffen wir eine geschlechtergerechte Kirche?
Im Osten was Neues? FrauenLeben in Ostdeutschland
Wie sehen Frauen, die in der DDR groß geworden sind, ihr Leben? Welchen Blick haben sie auf Politik und Gesellschaft? Wie definieren sie ihre Rolle als Frau? Was möchten sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?
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Wie ist die Situation der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Kirche und Diakonie in Sachsen gegenwärtig zu beschreiben? Welchen Einfluss haben die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft und der Wegfall an Kirchensteuern? Welche Berufsgruppen spüren welche Auswirkungen? Welchen Stellenwert hat das Thema "Leiharbeit" im kirchlichen Umfeld? Welche Lösungen können gemeinsam für die anstehenden Fragen gefunden werden?
Hat der Herrgott ein Geschlecht? - Bibel, Glauben und Geschlecht
Gibt es ein Gottesbild für Frauen? Wie hängen Gottesbild und Glauben von Frauen zusammen? Welche Auswirkungen hat das Gottesbild der Erziehung und Gesellschaft oder Kirche auf das Verhältnis der Frauen zu sich selbst und auf Fragen nach Macht und Geschlechtergerechtigkeit?
Interviews mit erfolgreichen Frauen in unterschiedlichen Bereichen zu den Themen: Verantwortung und Macht, Wirkung auf andere und Abgrenzungsbestrebungen zu männlichem Führungsstil.
Kann denn Mode Sünde sein? - Verantwortung statt Schuldgefühle beim Kleiderkauf
Arbeitsrechte in der Bekleidungsindustrie weltweit: Die "Clean Clothes Campaign" und die Initiative für einen asiatischen Grundlohn werden vorgestellt und zeigen Problemen, Lösungsansätzen, Zukunftsvisionen auf. Was können wir als Einzelne tun?
Moral und Moneten - wie investieren Frauen?
Thema der Veranstaltung sind Frauen und ihre Einstellung zum Geld. Investieren Frauen anders? Wie bewerten Frauen den Umgang mit Geld? Wie ist die Einstellung von Frauen gegenüber Banken? Wie bewerten sie die internationale Finanzkrise? Wie kann ethisches Geldanlegen aussehen und wie der bewusste Umgang mit Geld? Welche Möglichkeiten und Konzepte gibt es, (weibliche) Unternehmensgründung regional und weltweit finanziell zu unterstützen?
"Du Opfer!" - Hasskriminalität
Was sind Ursachen so genannter Hasskriminalität, von Hass und Gewalt also gegen Menschen, die anders aussehen oder anders leben? Fundierte Informationen zur Entstehung des Phänomens unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Hintergründe. Information und Diskussion zur Frage: Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir, um dieser Gewalt und ihren Ursachen entgegenzuwirken?
Theologinnen auf dem Abstellgleis? - Frauenordiation in Mittel- und Osteuropa
Frauenordination ist in vielen evangelischen Kirchen Mittel- und Osteuropas nicht selbstverständlich. Ziel der Veranstaltung ist es, im offenen Gespräch mit engagierten Frauen Strategien und Maßnahmen zu finden, um die Frauenordination zu schützen oder durchzusetzen. In einer ersten Runde kommen Frauen zu Wort, die zeigen, warum bestimmte Kirchen bestimmter Länder die Frauenordination nicht möglich machen. In einer zweiten Runde kommen Frauen zu Wort, die aufzeigen, wie sich in ihren Kirchen die Frauenordination durchgesetzt hat und welche Umstände und Strategien hierbei hilfreich waren.
Zwischen Perfektionanspruch und Annahme - Geburtskultur im Wandel
Wie können Frauen unter dem Druck, ein perfektes Kind zu gebären und perfekte Mütter zu sein, begleitet und entlastet werden? Welche Unterstützung brauchen Eltern für die Annahme der Geschöpflichkeit ihres Kindes? Wie kann der Beginn des Lebens – ähnlich wie das Sterben des Menschen – in seiner Bedeutung für den individuellen Lebenslauf aufgewertet und gewürdigt werden?
Macht- und Ohnmachtserfahrungen durch sexualisierte Gewalt
Sexueller Missbrauch hat weniger mit Sexualität als mit Macht- und Vertrauensmissbrauch zu tun. Was macht es den Tätern möglich, ihre Gewalt auszuüben? Wie können sich potenzielle Opfer schützen? Was muss institutionell getan werden, um vor Missbrauch zu schützen? Wissen und Selbstbestimmung sind wichtige Faktoren in der Prävention.
Familie leben. Von Luther bis Patchwork.
Frauengesundheit - Gendermedizin. Gibt es frauengerechte Medizin?
Gendermedizin, was ist das? Wie stellt sich die Geschichte der Medizin als Geschichte der Frauenmedizin dar? Welche Fragen ergeben sich für Frauen in den Lebensphasen? Was sagt der erste deutsche Frauengesundheitsbericht? Wie reagiert die Politik auf das Thema? Welche Folgen haben die ersten Erkenntnisse für die medizinische und pharmakologische Forschung und die Richtlinien der Politik?
Treue mit Herz. Trennung mit Verstand. Frauen auf Treue- und Trennungswegen
Paarforschung kennt Strategien für gelingende Beziehungen auf längere Frist, aber auch als kürzere Verabredung. Beides gibt es und darf es geben. Was ist klug in welcher Lebenslage? Wohin orientiert sich frau?
"Vom 'lieben' Gott erzählen" - Wie geben wir Glauben weiter?
Wer gibt den Glauben in der Familie weiter? Wie wird mit dem Weitergeben von Glauben in Kitas umgegangen? Was ist notwendig, um Frauen und Männer in die Lage zu versetzen, Glauben in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen weiterzugeben? Wie können wir uns der Frage vom theologischen, d.h. wissenschaftlichen Standpunkt nähern. Welche Hilfen gibt es?


