Mein Kirchentag

Login
Kennwort vergessen?

Das bietet "Mein Kirchentag"
Jetzt registrieren!

Genuss ohne Sünde: Gläsernes Restaurant

Wussten Sie, dass Rindfleisch schlecht fürs Klima ist? Klingt zunächst merkwürdig, stimmt aber: Kühe setzten beim Verdauen Methan frei. Ein Kilogramm Methan ist so klimaschädlich wie 23 Kilogramm CO2. Milchkühe sondern pro Tag etwa 250 Liter Methan ab und sind damit etwa so klimaschädlich wie ein durchschnittlicher Pkw, der im Jahr 14.000 Kilometer zurücklegt. Außerdem muss zur Produktion von Fleisch, Käse und Milch viel mehr Energie, Ackerfläche und Dünger aufgewendet werden als zur Herstellung von vegetarischen Lebensmitteln mit gleichem Kaloriengehalt.


Klimafreundlich genießen: das Gläserne Restaurant

Wozu die Kuh? Rinder sind eigentlich Klimakiller.

Klimafreundlich bis zum (Mehrweg-)Geschirr

Klimafreundlich ist: regional ...

... saisonal, aus ökologischem Anbau ...

... und natürlich nicht aus der Tiefkühltruhe.



Deshalb gab es auf der Speisekarte im „Gläsernen Restaurant“ des Kirchentages in Bremen kein Rindfleisch, sondern nur Speisen aus saisonalen, regionalen, ökologisch angebauten und fair gehandelten Lebensmitteln. Denn unsere Ernährung trägt mit 15 Prozent einiges zu unserem individuellen CO2-Aufkommen bei.

Unter dem Motto „Schmecken, schauen und globale Zusammenhänge verdauen“ wollte der Bremer Kirchentag darum im „Gläsernen Restaurant“ deutlich machen, dass eine Ernährungswende in kleinen wie in großen Küchen möglich ist. Und jeder Gast konnte den Köchen beim klimafreundlichen Kochen über die Schulter und in die Töpfe schauen, weil die Küche ringsherum verglast war.

Auch alle weiteren Bereiche einer Großküche wie Einkauf, Entsorgung und Reinigung waren „gläsern“. Begleitende Informationen auf Schautafeln oder in einem „hauseigenen“ kleinen Kochbuch sollten auf das Thema „Klima und Küche“ neugierig machen, Verständnis wecken und zu eigenen praktischen Schritten ermutigen. Das „Gläserne Restaurant“ veranschaulichte, welcher Ressourcenaufwand in unserem täglich Brot steckt. Und es schärfte den Blick für Abläufe und Zusammenhänge, um tägliche Einkaufsentscheidungen jedes Kirchentagsbesuchers bewusst zu machen.

Dass sich ökologisch sinnvolle Ernährung und stilvoller Genuss nicht ausschließen müssen, war dabei nicht nur anhand der leckeren Mahlzeiten nachvollziehbar. Mit seinen liebevoll dekorierten Tischen und hochwertigem Porzellangeschirr war das „Gläsernen Restaurant“ ein kleines Gesamtkunstwerk.

Entstanden ist das „Gläserne Restaurant“ übrigens aus einer Initiative von Küchenleiterinnen und Köchen verschiedener evangelischer Akademien und Bildungshäuser. Es ist inzwischen ein fester Bestandteil des Kirchentages und aus dem Kirchentagsgeschehen nicht mehr wegzudenken. In Bremen öffnete das Gläserene Restaurant bereits zum siebten Mal.

CO2-Ratgeber