Bremen: Fahrradfreundlicher Kirchentag
Das erste Kirchentagsrad, viele Leihräder, mobile Fahrradparkplätze, ein Fahrradgottesdienst und vieles mehr – auch das war der Kirchentag in Bremen. Dafür gab’s den Deutschen Fahrradpreis „best for bike“ 2009.
Bremen ist fahrradfreundlich: Vor 30 Jahren wurde hier der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) gegründet. Aber auf diesem Eintrag im Geschichtsbuch ruht sich die Stadt an der Weser keineswegs aus: Auch heute wird hier fahrradfreundliche Verkehrspolitik groß geschrieben.
So stellte der Kirchentag zusammen mit dem ADFC und der Stadt Bremen mit dem „Fahrradfreundlichen Kirchentag“ ein bundesweit vorbildhaftes Projekt zur nachhaltigen Entwicklung, Gestaltung und Kommunikation einer fahrradfreundlichen Großveranstaltung auf die Beine oder besser: auf die Räder. Das passte zum Kirchentag als eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen Deutschlands.
Die zentralen Bausteine des Fahrradfreundlichen Kirchentages waren u. a. Angebote für eine fahrradfreundliche Veranstaltungsinfrastruktur, für eine zeitlich begrenzte Ausstattung mit Miet- und Kaufrädern und zur An- und Abreise per Rad.
Es gab deshalb:
- das „Kirchentagsrad“ (eintausendfach)
- zusätzliche Kirchentagsleihräder (500-fach)
- mobile Fahrradparkplätze (2.000-fach)
- einen fahrradfreundlichen Besucherstadtplan (100.000-fach)
- Fahrradsternfahrten (vierfach)
- Verleihstationen (dreifach)
- eine Fahrradgottesdienst (erstmalig)
- eine Videodokumentation „Fahrradfreundlicher Kirchentag“ (einmalig)
Eine an den Kirchentag anschließende Fachkonferenz und ein Handbuch "Tausendfach per Rad" sollen helfen, die Erfahrungen an andere Veranstalter und Kommunen weiterzugeben.
Die Jury des deutschen Fahrradpreises "best for bike" hat dieses Engagement überzeugt: Sie kürte den „Fahrradfreundlichen Kirchentag“ Anfang Mai 2009, also noch in der Vorbereitungsphase des Kirchentages, zur fahrradfreundlichsten Entscheidung des Jahres 2009.


