Lebensentwurf?!
Wenn niemand, weiß was morgen ist
Einen Beruf ergreifen? Ja. Ihn ein Leben lang ausüben? Bestimmt nein. In welcher Stadt man nächstes Jahr leben wird? Kann man noch nicht sagen. Familie gründen? Vielleicht später.
Erwachsen werden war noch nie leicht. Und doch scheinen die Voraussetzungen für die heute 20- bis 30-Jährigen immer schwieriger zu werden, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden und sich auch privat in ihrem Leben einzurichten. Die Wirtschaftskrise verstärkt diese Schwierigkeiten noch zusätzlich. Wie soll man irgendwo ankommen, wenn sich doch permanent alles wieder verändert? Arbeitsverträge gelten oft nur noch für ein halbes Jahr, Mobilität und maximale Flexibilität junger Berufstätiger werden von Arbeitgebern als selbstverständlich vorausgesetzt. Das ist nicht nur anstrengend, sondern hat auch oft Konsequenzen für die private Lebensplanung, die viele immer weiter hinauszögern.
In Zusammenarbeit mit dem Studentenmagazin ZEIT CAMPUS hatte der Deutschen Evangelische Kirchentag eingeladen, über diese Fragen zu diskutieren. Im Hamburger Völkerkundemuseum traf der Hamburger Altbürgermeister und ehemalige Bundesbildungsminister Dr. Klaus v. Dohnanyi auf die 30-jährige CSU-Senkrechtstarterin Dorothee Bär, die kurz zuvor als stellvertretende Generalsekretärin ihrer Partei bestätigt worden war. Neben ihnen auf dem Podium: Matthias Lorenz-Meyer (34), Gründer des Konzeptbüros Goldkanal, der 24-jährige Buchautor Wolfgang Gründinger („Der Aufstand der Jungen") und Manuela Meppen (20), Chemie-Studentin und Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst. Moderiert wurde die Veranstaltung von ZEIT CAMPUS-Chefredakteur Manuel J. Hartung.



