"...da wird auch dein Herz sein" (Matth. 6, 21)

Kirchentagspräsidentin
Katrin Göring-Eckardt, Ingersleben
Mit diesem Kirchentag möchten wir die Herzen der Menschen in Dresden, der Stadt des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages, und weit darüber hinaus erreichen. Da, wo das Herz sein wird, soll Heimat, Geborgenheit und Ankommen sein. Da, wo das Herz ist, geht es um die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Deswegen wollen wir vom Christsein erzählen. Wir wollen ermutigen und trösten – da, wo das Herz traurig, zerrissen oder gebrochen ist. Wir wollen fröhlichen Herzens Kirchentag feiern, und wir freuen uns, wenn sich Herzen öffnen und wenn das Herz vielleicht sogar „übergeht“. Wir wollen uns einmischen. Wo unser Herz sein wird, da wird die Zukunft entschieden. Die Bergpredigt setzt Maßstäbe. Mit dem Kompass des Herzens wollen wir Demokratie gestalten, feste Schritte für ökologische und soziale Gerechtigkeit gehen, glaubwürdig sein im Handeln – als fröhliche Christenmenschen.

Landesbischof
Jochen Bohl, Dresden
Eine Losung aus der Bergpredigt, in der Jesus zeigt, wodurch die Welt verändert wird. Hier geht es um eine Alternative: der materielle Reichtum oder die Verbindung zu Gott. Das ist zuerst eine persönliche Frage, die jeder für sich beantwortet. In den vergangenen beiden Jahren der Finanzkrise haben wir aber gesehen, wie die Auswirkungen des Verhaltens Einzelner die Gesellschaft und den Staat bestimmen. Es wird ein Kirchentag, der sowohl die einzelne Person als auch die Politik vor die Frage stellt, was sich lohnt – und was zählt im Leben.

Generalsekretärin
Dr. Ellen Ueberschär, Fulda
Die Losung ist ein Wort aus der Bergpredigt, der großen Rede Jesu, die seit zwei Jahrtausenden provoziert, die die Welt verändert hat, weil sie Menschen verändert hat. Jesus ruft dazu auf, die geltenden und die eigenen Werte zu überprüfen. Und da ist das Herz das entscheidende Organ: In der Bibel wird es weniger als Sitz der Gefühle verstanden, sondern vielmehr als Ort menschlichen Denkens und Planens. Was ist die Leitperspektive des eigenen Lebens und der gesamten Gesellschaft? Wonach richten wir uns? Martin Luther sagt es mit seinen Worten: Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, da ist dein Schatz. Die Losung ist ein offener Satz, der zum bohrenden Stachel wird: Binden wir uns an das Geld oder an Gott?


