11.01.2012
Das Tor zur Welt öffnet sich dem 34. DEKT
Mit knapp 200 Gästen weihte die Geschäftsstelle des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags ihre Hamburger Büroräume in der Neuen Burg 1 ein. Bis zu dem Großereignis vom 1. bis 5. Mai 2013 haben die bisher rund 25 Mitarbeiter noch einiges zu tun, denn der Kirchentag ist ein Ereignis von großen Dimensionen.
„Über 100.000 Dauerbesucher für die fünf Tage, darauf können wir hoffen, mehrere hunderttausend beim Abend der Begegnung mit der gastgebenden Kirche und der ganzen Stadt, so an die 40.000 Mitwirkende, gut 2.000 einzelne Veranstaltungen, viele Orte, viele Betten, die wir brauchen“, rechnet der Präsident des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages, Prof. Gerhard Robbers, in seinem Grußwort vor.
Diese organisatorische und logistische Leistung kann nicht von den Mitarbeitern allein erreicht werden, obwohl in der Geschäftsstelle im Herbst rund 80 Mitarbeitende, Praktikanten und Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) arbeiten werden. Ohne tausende freiwillige Helfer und ehrenamtlich Engagierte könnte der Kirchentag wohl kaum stattfinden. Das betont auch Robbers: „Hamburg ist eine Stadt, die das kennt und die das kann.“ Er wünsche sich für den Kirchentag, dass es in Hamburg gelingt, „den ehrbaren Kaufmann wieder zu entdecken, Integration zu fördern, Kultur zu stärken“. Und außerdem: Glauben zu wagen.
Der Erste Bürgermeister Olaf Scholz hieß die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Hamburg willkommen, für ihn ist der Kirchentag eine weitere Chance für Hamburg , „sich als weltoffene, gastfreundliche Stadt zu erweisen und zu zeigen, welch eine dynamische Metropole das moderne Hamburg ist.“ Der Kirchentag habe als Thema unter vielen die Soziale Stadt, „Also die Frage, wie wir künftig unser Miteinander gestalten können - und wie wir dabei mit den Schwachen unserer Gesellschaft umgehen wollen. Das ist auch eine Frage, die wir uns hier in Hamburg immer wieder stellen.“
Zum vierten Mal geht der Kirchentag im kommenden Jahr in der Freien und Hansestadt vor Anker, und in diesem Jahr wird erstmals die am vergangenen Wochenende beschlossene Nordkirche Gastgeberin sein. Sie ist die erste aus Ost- und Westkirchen verbundene Landeskirche. „So kann beim Kirchentag auch die Frage unterschiedlicher Glaubenstraditionen und gemeinsamer Visionen aufgenommen und weiter geführt werden, die auch schon den Dresdner Kirchentag bestimmt hat,“ sagte die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs und fuhr fort: „ In Dresden gab es eine Aufbruchsstimmung, die Neugierde auch bei kirchenferneren Menschen geweckt hat. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Geist auch in Hamburg spürbar sein wird.“
Der Geist des Kirchentages ist das, was die Tausenden von Besuchern immer wieder in die Veranstaltungsstädte lockt, aber auch langjährige Kirchenschaffende sind von diesem Geist berührt, sagt der Vorsitzende der Kirchenleitung Bischof Gerhard Ulrich in seiner Andacht: „Das jedenfalls ist für mich Kirchentag: Da wird Tage und Nächte lang weiter erzählt die Geschichte Gottes mit seinen Menschen und mit seiner Welt; da wird weiter gefeiert seine heilige Geistkraft, die ausstrahlt und ansteckt. Kirchentag – ist also ein Fest der Gegenwart Gottes, der die Welt aus dem Gestern in das Morgen führt, der mit prophetischer und priesterlicher Stimme zugleich Gottes Realität in der Realität der Welt behauptet und feiert.“



